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Maverick und Rincon gründen Joint Venture für West-Arunta-Kupferprojekt

Zwei australische Explorationsunternehmen bündeln ihre Kräfte für ein Kupfer-Gold-Seltenerd-Niob-Projekt in Westaustralien.

Maverick und Rincon gründen Joint Venture für West-Arunta-Kupferprojekt

Die an der australischen Börse ASX notierten Explorationsunternehmen Rincon Resources und Maverick Minerals Australia haben eine verbindliche Grundsatzvereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures unterzeichnet. Gegenstand des Deals ist das Kupfer-Gold-Seltenerd-Niob-Projekt West Arunta in Westaustralien – einem rohstoffreichen Gebiet, das zunehmend das Interesse internationaler Bergbauinvestoren auf sich zieht.

Konkret wird Rincon 90 Prozent seiner Beteiligung an Lyza Mining veräußern, einer Tochtergesellschaft, die acht Konzessionsgebiete des West-Arunta-Projekts hält. Rincon selbst behält eine sogenannte Free-Carried Interest – also eine beitragsfreie Beteiligung – von 10 Prozent am Joint Venture, und zwar bis zu dem Zeitpunkt, an dem eine Entscheidung über den tatsächlichen Abbau getroffen wird.

Finanzielle Struktur des Deals

Maverick leistet eine Vorabzahlung in Höhe von insgesamt 600.000 australischen Dollar. Diese setzt sich aus 100.000 Dollar in bar und 500.000 Dollar in Maverick-Aktien zusammen. Zusätzlich sind weitere 500.000 Dollar in Aktien aufgeschoben fällig – zahlbar in zwei gleichen Tranchen nach Abschluss von jeweils zwei Bohrprogrammen.

Die im Rahmen der ersten Zahlung sowie der aufgeschobenen Gegenleistung auszugebenden Aktien unterliegen der Zustimmung der Maverick-Aktionäre. Der festgelegte Ausgabepreis beträgt 0,015 australische Dollar pro Aktie. Diese Struktur ist im Explorationsbereich üblich und soll das finanzielle Risiko für beide Parteien begrenzen.

Michael Griffiths, technischer Direktor von Rincon, kommentierte die Transaktion positiv: „Die Transaktion stellt ein attraktives Ergebnis für das Unternehmen dar, da sie Barmittel und Eigenkapital sichert, während gleichzeitig eine beitragsfreie Beteiligung von 10 Prozent am West-Arunta-Projekt beibehalten wird." Die Struktur ermögliche es den Aktionären, von künftigen Explorationserfolgen zu profitieren, während der Finanzierungsbedarf des Unternehmens erheblich gesenkt werde.

Strategische Neuausrichtung bei Rincon

Für Rincon Resources ist das Joint Venture Teil einer breiteren strategischen Neuausrichtung. Die Teilveräußerung des West-Arunta-Projekts soll dem Unternehmen finanzielle Mittel für seine anderen westaustralischen Projekte freimachen – konkret für Telfer South und Crackerbox. Zudem hat Rincon kürzlich bereits sein Laverton-Projekt veräußert, um die Explorationsbemühungen gezielt auf die Kernprojekte zu konzentrieren.

Auf Seiten von Maverick äußerte sich Vorstandsvorsitzender Philip Re ebenfalls optimistisch: Der Erwerb zusätzlicher Konzessionsgebiete in der Region West Arunta über Lyza Mining sei eine spannende Erweiterung der Unternehmensinteressen in diesem Gebiet. Gleichzeitig verstärke der Deal das Potenzial des bereits bestehenden Viper-Projekts von Maverick.

Maverick plant derzeit die Exploration des Viper-Projekts und wird die neu hinzugewonnenen Konzessionsgebiete aus dem West-Arunta-Deal in diese Planungen einbeziehen. Die Region West Arunta gilt als vielversprechendes Explorationsgebiet, das neben Kupfer und Gold auch Seltenerdmetalle und Niob beherbergt – Rohstoffe, die für die globale Energiewende und Hochtechnologieanwendungen zunehmend strategische Bedeutung erlangen.

Für deutsche Privatanleger ist das Geschäft ein Beispiel dafür, wie kleinere ASX-notierte Explorationsunternehmen durch Joint-Venture-Strukturen Ressourcen bündeln und Risiken teilen, ohne vollständig auf künftige Upside-Potenziale zu verzichten.

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