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Marriott: Schwaches Wachstum durch nachlassende Budget-Reisenachfrage in USA

Hotelkonzern senkt Prognose für 2026 – Luxussegment floriert, während preisbewusste Reisende zurückhaltend bleiben

Marriott: Schwaches Wachstum durch nachlassende Budget-Reisenachfrage in USA

Marriott International rechnet für 2026 mit einem deutlich schwächeren Wachstum als von Analysten erwartet. Der weltweit größte Hotelkonzern prognostiziert einen Anstieg des Erlöses pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) von nur 1,5% bis 2,5%. Analysten hatten im Schnitt mit 2,3% gerechnet. Die gedämpften Erwartungen spiegeln die zunehmende Spaltung der US-Wirtschaft wider.

Die Entwicklung zeigt ein deutliches Zweiklassenmodell: Während der Zimmerumsatz im Luxussegment weltweit um über 6% zulegte, sank er im preisbewussten Select-Service-Segment in den USA um 1,8%. Diese Diskrepanz bestätigt die Beobachtungen von Ökonomen, die von einer "K-förmigen Wirtschaft" sprechen – einkommensstarke Haushalte treiben die Konsumausgaben, während Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen ihre Ausgaben einschränken müssen.

Besonders die ikonische Luxusmarke Ritz-Carlton und andere Premium-Angebote von Marriott verzeichneten im vierten Quartal starke Zuwächse von 4,9% in den USA. Das Unternehmen profitiert damit von der anhaltenden Kaufkraft wohlhabender Reisender, während preissensible Kunden ihre Reiseaktivitäten reduzieren.

Regierungsstillstand belastet Geschäftsreisen

In den USA und Kanada blieb der RevPAR im vierten Quartal nahezu unverändert. Marriott führt dies auf den verlängerten Government Shutdown zurück, der vor allem das Geschäftsreisesegment beeinträchtigte. Der Hotelkonzern mit Hauptsitz in Bethesda, Maryland, spürt damit die Auswirkungen politischer Unsicherheiten auf das Reiseverhalten.

Trotz der verhaltenen Aussichten konnte Marriott im vierten Quartal solide Ergebnisse vorlegen. Der bereinigte Gewinn stieg auf 695 Millionen US-Dollar oder 2,58 Dollar je Aktie, verglichen mit 686 Millionen Dollar oder 2,45 Dollar im Vorjahr. Der Gesamtumsatz kletterte von 6,43 Milliarden auf 6,69 Milliarden Dollar und übertraf damit leicht die Analystenschätzungen von 6,67 Milliarden Dollar. Beim Gewinn je Aktie verfehlte das Unternehmen mit 2,58 Dollar jedoch knapp die Erwartungen von 2,61 Dollar.

Die Zahlen unterstreichen die Herausforderungen, vor denen die Hotelbranche in einem gespaltenen Wirtschaftsumfeld steht. Während Luxusreisen boomen, kämpft das Budgetsegment mit rückläufiger Nachfrage.

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