ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Märkte erholen sich: Trump signalisiert Ende des Iran-Militäreinsatzes

Berichte über mögliche US-Deeskalation im Iran-Konflikt sorgen für Erleichterung an den globalen Finanzmärkten.

Märkte erholen sich: Trump signalisiert Ende des Iran-Militäreinsatzes

Eine Meldung des Wall Street Journals hat am Dienstag für spürbare Erleichterung an den Finanzmärkten gesorgt. Demnach soll US-Präsident Trump seinen Beratern mitgeteilt haben, er sei bereit, den Militäreinsatz gegen den Iran zu beenden – selbst wenn die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibt. Eine komplexe Operation zur Wiedereröffnung der Meerenge wolle er auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

Die Reaktion der Märkte folgte prompt: US-Futures stiegen in Asien um knapp 1%, die EUROSTOXX-50-Futures legten 0,8% zu und machten damit frühere Verluste wett. Gleichzeitig gaben Öl-Futures ihre Gewinne ab und drehten ins Minus. Ob die Berichte der Realität entsprechen, ist noch unklar – doch jedes Deeskalationssignal wird von Anlegern nach einem brutalen Monat dankbar aufgenommen.

Der März hat Investoren weltweit hart getroffen. Von Aktien über Anleihen bis hin zu Edelmetallen – nahezu alle Anlageklassen verzeichneten deutliche Verluste. Haupttreiber der Turbulenzen ist der seit dem 28. Februar andauernde Krieg, der die Straße von Hormus faktisch blockiert und die globalen Energiemärkte in Aufruhr versetzt.

Brent-Öl vor rekordverdächtigem Monatsplus

Die Energiekrise schlägt sich in dramatischen Preisanstiegen nieder. Brent-Rohöl-Futures steuern auf ein monatliches Plus von mehr als 50% zu – ein potenzieller Rekord. Europäische Gaspreise sind in den vergangenen Wochen sogar um über 70% in die Höhe geschossen. Zwei chinesische Containerschiffe passierten die Meerenge am Montag in einem zweiten Versuch, nachdem sie am Freitag noch umgekehrt waren – ein kleines Zeichen, dass die Blockade nicht absolut ist.

Besonders stark betroffen ist Europa mit seiner hohen Abhängigkeit von Energieimporten. Die EU-Energieminister kommen am Dienstag zusammen, um ihre Reaktion auf die Marktverwerfungen zu koordinieren. Zeitgleich werden vorläufige Inflationsdaten für die Eurozone erwartet, die erste Hinweise auf die Auswirkungen des Konflikts auf die Verbraucherpreise liefern sollen.

US-Dollar als sicherer Hafen – Yen unter Druck

An den Devisenmärkten hat sich der US-Dollar als einer der wenigen Gewinner des Monats erwiesen. Er steuert auf seinen stärksten monatlichen Zuwachs seit Juli zu. Der japanische Yen kämpft derweil um die Marke von 160 Yen je US-Dollar, während japanische Regierungsvertreter ihre verbalen Interventionen zur Stützung der Währung intensivieren.

Aus Tokio kamen am Dienstag zudem Inflationsdaten: Die jährliche Kerninflation verlangsamte sich im März auf ein Zwei-Jahres-Tief und blieb damit den zweiten Monat in Folge unter dem Zentralbankziel. Treibstoffsubventionen dämpften die steigenden Rohstoffkosten infolge des schwachen Yen.

Neben den Eurozone-Inflationsdaten stehen am Dienstag noch britische Hauspreiszahlen für März sowie die US-JOLTS-Daten für Februar auf der Agenda – wichtige Indikatoren, die weiteren Aufschluss über den Zustand der globalen Wirtschaft in Kriegszeiten geben könnten.

Iran Konflikt MärkteStraße Von HormusBrent Öl PreisUs-Dollar Sicherer HafenEurozone Inflation März

Disclaimer