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Marks & Spencer: Cyberangriff belastet Jahresergebnis trotz Umsatzwachstum

Der britische Einzelhändler verzeichnet einen Gewinnrückgang von 24%, blickt aber optimistisch auf das kommende Geschäftsjahr.

Marks & Spencer: Cyberangriff belastet Jahresergebnis trotz Umsatzwachstum

Marks & Spencer hat sein Jahresergebnis vorgelegt – und die Zahlen spiegeln ein turbulentes Geschäftsjahr wider. Der Gesamtumsatz stieg zwar um 25% auf 17,4 Milliarden Britische Pfund, doch dieser Anstieg ist maßgeblich auf die erstmalige Einbeziehung der Umsätze von Ocado Retail zurückzuführen. Bereinigt um diesen Effekt legte der Umsatz lediglich um 2% auf 14,2 Milliarden Pfund zu.

Der entscheidende Belastungsfaktor des Geschäftsjahres war ein Cyberangriff, der erhebliche Spuren in der Gewinn- und Verlustrechnung hinterließ. Der bereinigte Vorsteuergewinn sank infolge der Beeinträchtigungen durch den Cybervorfall um 24% auf 671 Millionen Britische Pfund. Besonders betroffen waren die Bereiche Mode, Haushalt & Kosmetik (Fashion, Home & Beauty – FH&B), wo der Umsatz um 8% einbrach.

Positiv stach hingegen das Lebensmittelgeschäft hervor: Der Food-Bereich verzeichnete ein Umsatzwachstum von 7% und konnte damit einen Teil der Verluste aus dem FH&B-Segment abfedern. Dennoch reichte dies nicht aus, um die Gesamtperformance des Unternehmens zu stabilisieren.

Cashflow und Verschuldung unter Druck

Die finanziellen Auswirkungen des Cyberangriffs zeigen sich auch in der Liquiditätslage des Unternehmens. Der freie Cashflow drehte von einem Zufluss in Höhe von 420 Millionen Britischen Pfund in einen Abfluss von 8 Millionen Pfund – ein deutlicher Rückschlag. Gleichzeitig stieg die Nettoverschuldung inklusive Leasingverbindlichkeiten von 1,8 Milliarden auf 2,4 Milliarden Britische Pfund.

Trotz dieser Belastungen hält das Management an einer aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik fest. Eine Schlussdividende von 3,0 Pence pro Aktie wurde angekündigt, womit die Gesamtdividende für das Jahr auf 4,2 Pence steigt – ein Anstieg von 17% gegenüber dem Vorjahr. Dies ist ein klares Signal, dass das Unternehmen trotz der Schwierigkeiten Vertrauen in seine finanzielle Stabilität hat.

Ausblick stimmt Anleger zuversichtlich

Für das kommende Geschäftsjahr erwartet Marks & Spencer ein Gewinnwachstum im Vergleich zum Niveau von 2024/25. Diese Prognose wurde von den Märkten positiv aufgenommen: Die Aktie legte im frühen Handel um 4,0% zu.

Aus Bewertungsperspektive erscheint die Aktie interessant. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis der erwarteten Gewinne der nächsten zwölf Monate liegt bei 9,9 – unterhalb des zehnjährigen Durchschnitts von 11,0. Die erwartete Dividendenrendite beträgt 2,1%, während der zehnjährige Durchschnitt bei 4,0% liegt. Diese Kennzahlen stammen von LSEG Datastream und basieren auf den Schlusskursen des Vortages.

Marks & Spencer ist einer der bekanntesten britischen Einzelhändler und für deutsche Anleger ein interessantes Beispiel dafür, wie Cyberrisiken auch etablierte Großunternehmen empfindlich treffen können. Der Fall verdeutlicht, dass operative Risiken aus dem digitalen Raum zunehmend direkte Auswirkungen auf Umsatz, Gewinn und Cashflow haben – und damit für Investoren bei der Unternehmensbewertung nicht außer Acht gelassen werden sollten.

Anleger sollten beachten, dass alle genannten Kennzahlen nicht isoliert betrachtet werden sollten und dass Renditen variabel sind. Anlagen können sowohl im Wert steigen als auch fallen.

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