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Manna-Mine: Nova-Integration vervielfacht Rendite und senkt Kosten

Global Lithium Resources steigert NPV um 100% und verkürzt Amortisation auf 11 Monate.

• 2 Min
Manna-Mine: Nova-Integration vervielfacht Rendite und senkt Kosten

Der australische Lithium-Entwickler Global Lithium Resources hat die Wirtschaftlichkeit seines Flaggschiffprojekts Manna in Westaustralien grundlegend verbessert. Grund ist die Integration der kürzlich erworbenen Verarbeitungsanlage Nova in die Projektplanung. Eine entsprechende Integrationsstudie für den Verbund Manna-Nova zeigt eine drastische Verbesserung aller zentralen Finanzkennzahlen.

Der Nettogegenwartswert (NPV) nach Steuern des Manna-Projekts steigt durch die Einbindung der Nova-Anlage auf 946 Millionen Australische Dollar. Das entspricht einer Verdopplung gegenüber der endgültigen Machbarkeitsstudie (DFS) aus dem Jahr 2025. Der interne Zinsfuß (IRR) verbessert sich von 25,7 Prozent auf 120 Prozent. Die Amortisationszeit verkürzt sich von 3,5 Jahren auf nur noch 11 Monate ab Produktionsstart.

Hintergrund der Nova-Übernahme

Global Lithium Resources hatte im Juli dieses Jahres zugestimmt, den Nova-Betrieb sowie die künftigen Verpflichtungen zur Standortsanierung für insgesamt 7 Millionen Australische Dollar zu erwerben. Das Konzept sieht vor, das in der Manna-Mine geförderte Erz über eine Strecke von 135 Kilometern auf der Straße zur Nova-Verarbeitungsanlage zu transportieren. Dort soll es in einer modifizierten Flotationsanlage mit einer Kapazität von 1,8 Millionen Tonnen pro Jahr aufbereitet werden.

Der entscheidende Vorteil: Durch die Übernahme der bestehenden Anlage entfällt die Notwendigkeit, eine völlig neue Konzentratoranlage und die dazugehörige Infrastruktur bei Manna zu errichten. Dies war in der ursprünglichen DFS der größte einzelne Kapitalposten. Der erforderliche Finanzierungsbedarf vor Produktionsbeginn sinkt dadurch auf 180 Millionen Australische Dollar – ein Rückgang um 59 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Wert von 439 Millionen Australische Dollar in der DFS.

Management zeigt sich zuversichtlich

Dianmin Chen, Geschäftsführer von Global Lithium Resources, zeigte sich in einer ersten Reaktion überzeugt von der neuen Strategie: „Die Studie bestätigt die Einschätzung, die wir bei der Übernahme von Nova im Juli getroffen haben. Die Kombination der Lithiumressourcen von Manna mit der bestehenden, bereits in Betrieb genommenen Verarbeitungsinfrastruktur hat sowohl die Wirtschaftlichkeit als auch den Zeitplan dieses Projekts verändert.“

Chen betonte, dass die Umrüstung einer bestehenden Anlage anstelle eines kompletten Neubaus Manna schneller in Produktion bringe und wesentlich weniger Risikokapital erfordere. Ebenso wichtig sei, dass die Wertsteigerung nicht durch die Übernahme größerer Risiken entstanden sei, sondern durch deren Beseitigung. „Weniger eingesetztes Kapital, ein kürzerer Weg zum ersten Umsatz und eine Infrastruktur, die bereits gebaut, abgenommen und in Betrieb ist“, fasste der Geschäftsführer die Vorteile zusammen.

Produktionsplanung und Ausblick

Über eine Minenlaufzeit von 13 Jahren soll Manna jährlich 257.000 Tonnen SC5-Spodumenkonzentrat produzieren. Die endgültige Investitionsentscheidung für das Projekt ist für das letzte Quartal des laufenden Jahres geplant. Der Beginn der ersten Lithiumproduktion wird für das Jahr 2027 angestrebt.

Für deutsche Anleger ist das Projekt vor dem Hintergrund der globalen Elektromobilitätswende von Interesse. Lithium als zentraler Rohstoff für Batterien bleibt trotz zwischenzeitlicher Preisschwankungen ein strategisch wichtiger Rohstoff. Die deutliche Verbesserung der Wirtschaftlichkeit durch die Nova-Integration könnte Global Lithium Resources zu einem der nächsten produzierenden Lithiumunternehmen Australiens machen und das Unternehmen in eine starke Position gegenüber Abnehmern bringen.

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