Macquarie hebt Goldpreisprognose für 2026 auf 4.323 Dollar an
Australische Investmentbank erhöht Jahresprognose, warnt aber vor extremer Volatilität am Goldmarkt

Die Macquarie Group hat ihre Goldpreisprognosen für 2026 deutlich nach oben korrigiert. Die australische Investmentbank erwartet nun einen durchschnittlichen Goldpreis von 4.323 Dollar je Unze für das Gesamtjahr, nachdem sie zuvor mit 4.225 Dollar gerechnet hatte. Für das erste Quartal 2026 hob Macquarie die Prognose sogar von 4.300 auf 4.590 Dollar an.
Die Analysten zeigen sich jedoch vorsichtig bei längerfristigen Prognosen. Als Grund nennt die Bank eine Diskrepanz zwischen den fundamentalen Marktdaten und der extremen Volatilität, die den Goldmarkt derzeit prägt. Der Kassapreis für Gold notierte zum Zeitpunkt der Prognoseanhebung bei 4.875,71 Dollar je Unze, ein Minus von 1,8 Prozent.
Die jüngste Kursentwicklung zeigt die Nervosität der Anleger deutlich. Am 30. Januar verzeichnete Gold den stärksten Tagesrückgang seit 1983 – nur einen Tag, nachdem das Edelmetall mit 5.994,82 Dollar ein Rekordhoch erreicht hatte. Auslöser für den Absturz war die Nominierung von Kevin Warsh durch US-Präsident Donald Trump als Kandidat für den Vorsitz der Federal Reserve.
Starke Performance trotz Rückschlägen
Trotz der jüngsten Volatilität bleibt die Jahresperformance beeindruckend. In diesem Jahr legte Gold bereits um etwa 13 Prozent zu, nachdem es 2025 bereits um mehr als 64 Prozent gestiegen war. Diese Rally hat zahlreiche Analysten dazu veranlasst, ihre Prognosen anzuheben.
Die Bandbreite der Erwartungen unter den führenden Investmentbanken ist beträchtlich. Während J.P. Morgan und UBS mit Kursen von 6.200 bis 6.300 Dollar rechnen, zeigt sich Macquarie mit 4.323 Dollar deutlich konservativer. Goldman Sachs positioniert sich mit 5.400 Dollar im Mittelfeld, während Morgan Stanley in ihrem optimistischen Szenario sogar 5.700 Dollar für möglich hält.
Globale Unsicherheit treibt Nachfrage
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Zur AktienanalyseDie anhaltend hohen Goldpreise spiegeln die globalen wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten wider. Investoren suchen Schutz vor Inflation und nutzen das Edelmetall als sicheren Hafen. Die Zentralbanken verschiedener Länder haben ihre Goldkäufe in den vergangenen Monaten ebenfalls intensiviert.
Für deutsche Anleger bedeutet die Entwicklung sowohl Chancen als auch Risiken. Während Gold traditionell als Absicherung gegen Krisen gilt, warnt die extreme Volatilität vor vorschnellen Investitionsentscheidungen. Die unterschiedlichen Prognosen der Analysten zeigen zudem, wie schwierig eine verlässliche Einschätzung der weiteren Entwicklung derzeit ist.


