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Macquarie empfiehlt diese vier taiwanesischen Tech-Aktien für KI-Boom

Die Investmentbank Macquarie hat vier taiwanesische Technologiewerte identifiziert, die besonders stark von KI und High-Performance Computing profitieren dürften.

Macquarie empfiehlt diese vier taiwanesischen Tech-Aktien für KI-Boom

Macquarie hat eine Auswahl führender taiwanesischer Technologieaktien vorgestellt, die von der wachsenden Nachfrage nach künstlicher Intelligenz (KI) und High-Performance Computing (HPC) profitieren sollen. Die Analyse des australischen Investmenthauses hebt Unternehmen hervor, die stark auf KI-Chipherstellung und Server-Infrastrukturen der nächsten Generation ausgerichtet sind. Für deutsche Privatanleger, die in den asiatischen Technologiesektor investieren möchten, liefert die Einschätzung wertvolle Orientierung.

An erster Stelle der Empfehlungsliste steht TSMC – die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company. Das Unternehmen behauptet seine Position als Top-Empfehlung, getrieben durch seine Dominanz im Bereich High-Performance Computing. Der HPC-Anteil am Gesamtgeschäft von TSMC erreichte im ersten Quartal 2026 bereits über 60 Prozent.

TSMC: Marktführer mit Komplettlösung

TSMC gilt laut Macquarie als absoluter Marktführer sowohl bei fortschrittlichen Front-End-Nodes als auch beim sogenannten Back-End-Advanced-Packaging für die KI-Chipherstellung. Das Unternehmen bietet Kunden eine schlüsselfertige Komplettlösung aus einer Hand – ein Servicemodell, das TSMC klar von Wettbewerbern im Markt für Auftragsfertiger, den sogenannten Foundries, unterscheidet.

Auf Platz zwei der Macquarie-Empfehlungen findet sich MediaTek. Der taiwanesische Chipdesigner punktet durch seine strategische Neuausrichtung auf KI-ASIC-Projekte. Macquarie schätzt, dass das KI-ASIC-Segment von MediaTek bis 2027 den Smartphone-Umsatz des Unternehmens übertreffen wird. Konkret soll dieses Segment dann rund 12 Milliarden US-Dollar beisteuern – was zu diesem Zeitpunkt etwa 40 Prozent des Gesamtumsatzes entsprechen würde.

eMemory und Accton als Nischenprofiteure

Den dritten Platz belegt eMemory, ein Unternehmen, das Macquarie als Profiteur des wachsenden Trends zur hardwarebasierten Sicherheit sieht. Die Analysten positionieren eMemory als gut aufgestellten Anbieter, der von der steigenden Nachfrage nach Sicherheitslösungen in Halbleiteranwendungen profitieren kann. Hardwarebasierte Sicherheit gewinnt im Zuge der zunehmenden Vernetzung und KI-Integration in Chips an strategischer Bedeutung.

Vierter im Bunde ist Accton, ein Hersteller von Netzwerkgeräten. Das Unternehmen wird von Macquarie als wesentlicher Profiteur der Einführung von Switch-Trays im Bereich Scale-up-Networking für ASIC-Server der nächsten Generation hervorgehoben. Damit ist Accton laut Analyse gut positioniert, um die sich entwickelnden Infrastrukturanforderungen fortschrittlicher KI-Rechensysteme zu bedienen.

Die vier Unternehmen decken damit unterschiedliche Bereiche der KI-Wertschöpfungskette ab:

TSMC

: Chipfertigung und Advanced Packaging

MediaTek

: KI-ASIC-Design und Smartphone-Chips

eMemory

: Hardwarebasierte Sicherheitslösungen

Accton

: Netzwerkinfrastruktur für KI-Server

Für Anleger zeigt die Macquarie-Analyse, dass der KI-Boom weit über die bekannten US-amerikanischen Technologiegiganten hinausgeht. Taiwan nimmt in der globalen Halbleiter- und KI-Infrastrukturkette eine Schlüsselrolle ein – und die hier genannten Unternehmen sind laut Macquarie besonders gut aufgestellt, um von diesem strukturellen Wachstumstrend zu profitieren.

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