Macau-Glücksspielumsätze: Stifel warnt vor Margenproblemen trotz Wachstum
Trotz starker März-Zahlen rücken Rentabilität und Werbeausgaben der Betreiber in den Vordergrund.

Die Bruttospielerträge (Gross Gaming Revenue, GGR) in Macau haben im März die Konsensschätzungen übertroffen – doch das Analysehaus Stifel bleibt zurückhaltend. Der Fokus der Anleger hat sich nach Einschätzung der Experten deutlich verschoben: weg vom reinen Umsatzwachstum, hin zu Fragen der Rentabilität und Nachhaltigkeit.
Ein zentrales Problem ist die Unsicherheit darüber, ob der Umsatzanstieg auf aggressive Werbeausgaben der Betreiber zurückzuführen ist. Solange diese Frage offen bleibt, fällt es Investoren schwer, die Qualität der Ergebnisse einzuschätzen. Mit Blick auf die bevorstehende Berichtssaison für das erste Quartal 2026 erwartet Stifel daher, dass die Margenentwicklung einzelner Betreiber in den Mittelpunkt rückt.
Besucher kommen zurück – aber sie geben weniger aus
Die Besuchertrends in Macau sind grundsätzlich positiv: Die Zahlen haben das Niveau von 2019 bereits überschritten. Allerdings liegen die Ausgaben pro Besucher weiterhin unter den historischen Werten. Stifel führt dies auf anhaltende makroökonomische Belastungen zurück, die das Konsumverhalten der Gäste dämpfen.
Besonders auffällig ist die Verschiebung im Kundenmix. Das VIP- und Premium-Mass-Gaming-Segment ist nach Macau zurückgekehrt, während das Basis-Massengeschäft noch immer hinter dem Vor-Pandemie-Niveau zurückbleibt. Um zahlungskräftigere Kunden anzuziehen, erhöhen viele Betreiber ihre Marketing- und Werbeanstrengungen – was den Margendruck verstärkt.
Stifel behält moderate Wachstumsprognose bei
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Zur AktienanalyseDas Analysehaus hält an seiner GGR-Wachstumsprognose für 2026 von 4 bis 8 Prozent fest, was nun im Mittelwert den Konsensschätzungen entspricht. Potenzial für eine positive Abweichung sieht Stifel vor allem dann, wenn sich das VIP- und Premium-Mass-Segment weiter festigt.
Für April 2026 prognostiziert Stifel ein GGR-Wachstum von 7 bis 11 Prozent im Jahresvergleich – was jedoch noch immer rund 13 Prozent unter dem Niveau von 2019 läge. Für das zweite Quartal 2026 wird ein Wachstum von 5 bis 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet. Die aktuellen Konsensschätzungen gehen für das Gesamtjahr 2026 von einem Plus von 6,6 Prozent aus – eine Einschätzung, die Stifel als realistischer bewertet als noch vor zwei Monaten.


