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Lynas prüft neue Projekte in Malaysia und Brasilien

CEO kündigt Partnerschaften an und kritisiert australische Lagerstrategie als unwirtschaftlich

 Lynas prüft neue Projekte in Malaysia und Brasilien

Lynas Rare Earths Ltd, der weltweit größte Produzent seltener Erden außerhalb Chinas, prüft mögliche Käufe von Lagerstätten in Malaysia und Brasilien. Das Unternehmen plant, mit Entwicklern in frühen Projektphasen zusammenzuarbeiten, um deren Minen zur Produktionsreife zu bringen. Dies erklärte CEO Amanda Lacaze bei der Macquarie Australia Conference in Sydney.

Malaysia, wo Lynas bereits Verarbeitungsanlagen betreibt, verfüge über ähnliche geologische Bedingungen wie andere Teile Südostasiens, etwa Myanmar, das als bedeutender Lieferant für Chinas Industrie gilt. Laut Lacaze existieren sowohl in Malaysia als auch in Brasilien entsprechende Vorkommen, die derzeit von Lynas geprüft würden.

Für Projekte in Malaysia betonte Lacaze die Notwendigkeit hoher Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards. Sie erklärte, dass Lynas bereit sei, mit lokalen Unternehmen zusammenzuarbeiten, um seine Erfahrung und Expertise einzubringen. Ziel sei es, diese Lagerstätten tatsächlich zu erschließen und deren Entwicklung aktiv zu unterstützen.

In Australien, wo sich das Mt-Weld-Vorkommen von Lynas befindet, wurde am Wochenende eine Wahl abgehalten, bei der die Labor-Regierung ihre Macht behaupten konnte. Diese hatte angekündigt, strategische Rohstoffe wie Seltene Erden künftig zu bevorraten. Lacaze äußerte sich kritisch zu dieser Maßnahme und bezeichnete sie als „unwirtschaftlich“. Ihrer Einschätzung nach sei ein Geschäftsmodell, das auf staatliche Finanzierung sowohl beim Aufbau als auch beim laufenden Betrieb angewiesen ist, per Definition nicht tragfähig.

Lacaze bezog sich zudem auf internationale Entwicklungen und erwähnte, dass die US-Regierung unter Präsident Donald Trump kürzlich ein Abkommen mit der Ukraine zur Versorgung mit Seltenen Erden unterzeichnet habe. Diese Rohstoffe finden Anwendung in industriellen Magneten und in bestimmten Bereichen der Verteidigung. Neue Förderprojekte seien jedoch schwer umzusetzen und benötigten oft viele Jahre bis zur Realisierung, so Lacaze.

Mit einem scherzhaften Verweis auf die lange Vorlaufzeit solcher Projekte sagte sie, sie wolle manchmal eine Anzeige in der Washington Post schalten mit dem Inhalt: „Sie wollen Seltene Erden? Rufen Sie 1800 Lynas an.“

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