ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

LVMH-Aktie unter Druck: Morgan Stanley stuft auf Neutral ab

Die Aktien des Luxuskonzerns LVMH brachen am Montag um über 4 Prozent ein. Morgan Stanley senkte das Rating von "Overweight" auf "Equal-Weight" und verweist auf begrenzte Kurschancen sowie steigende Zollrisiken.

LVMH-Aktie unter Druck: Morgan Stanley stuft auf Neutral ab

Die Aktien von LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton fielen am Montag um mehr als 4 Prozent, nachdem Morgan Stanley das Rating des französischen Luxusgüterkonzerns herabgestuft hatte. Die US-Investmentbank senkte ihre Empfehlung von "Overweight" auf "Equal-Weight" und begründete dies mit einem begrenzten Aufwärtspotenzial nach der starken Kurserholung der vergangenen Monate. Das Kursziel bleibt unverändert bei 635 Euro, verglichen mit dem Schlusskurs von 609,20 Euro am 16. Januar.

Bewertung am oberen Ende der Spanne

Morgan Stanley argumentiert, dass die LVMH-Aktie derzeit am oberen Ende ihrer langfristigen Bewertungsspanne notiert. Das 12-Monats-Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis der Zukunftserwartungen liegt bei etwa 26,1 – deutlich über dem langfristigen Durchschnitt von 20,5. "Wir sehen kaum einen Grund, warum die Aktie in den kommenden Wochen weiter steigen sollte", heißt es in der Analystennotiz vom 19. Januar. Die Bank weist darauf hin, dass mehr als 90 Prozent der Kursgewinne seit Sommer 2024 auf eine Neubewertung und nicht auf verbesserte Gewinnerwartungen zurückzuführen sind.

Leichte Verbesserung bei Mode und Lederwaren

Trotz der Herabstufung erkennt Morgan Stanley eine gewisse Verbesserung im wichtigsten Geschäftsbereich Mode und Lederwaren, der etwa 75 Prozent des Konzerngewinns ausmacht. Die Analysten erwarten für das vierte Quartal nun einen Rückgang des organischen Umsatzes um 1,5 Prozent – deutlich besser als die Konsensschätzung von minus 3,7 Prozent. Die verbesserte Performance bei den Marken Louis Vuitton und Dior zerstreut Befürchtungen, LVMH könnte Marktanteile verlieren. Zudem zeigen sich die Nachfragetrends in den USA seit dem Sommer stabiler, während sich die Ausgaben chinesischer Konsumenten allmählich erholen.

Zollrisiken belasten Gewinnaussichten

Dennoch sieht Morgan Stanley erhebliche Abwärtsrisiken für die Gewinnentwicklung, insbesondere für 2026. Die Bank senkte ihre Prognose für den Gewinn je Aktie von 24,04 Euro auf 23,61 Euro – 2,6 Prozent unter dem Marktkonsens. Die Analysten erwarten eine Belastung der operativen Marge um 150 Basispunkte durch ungünstige Wechselkursentwicklungen und neue Zölle. LVMH könne diese zusätzlichen Kosten voraussichtlich nur teilweise kompensieren, was die Rentabilität des Konzerns unter Druck setze.

Weine und Spirituosen unter Druck

Besonders kritisch bewertet Morgan Stanley die Aussichten für die Sparte Weine und Spirituosen. Höhere Zölle in den USA und China belasten das Geschäft erheblich. Die Bank prognostiziert für 2026 einen Rückgang des Betriebsgewinns auf 988 Millionen Euro bei einer operativen Marge von nur noch 18,1 Prozent – das niedrigste Niveau seit 2010. Für den Gesamtkonzern erwartet Morgan Stanley einen Anstieg des EBIT von 16,98 Milliarden Euro (2025) auf 17,94 Milliarden Euro (2026), während der Umsatz von 80,60 auf 83,18 Milliarden Euro zulegen soll.

LVMHMorgan StanleyAbstufungLuxusaktienZollrisiken

Disclaimer