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Luxusaktien auf Mehrjahrestiefs

China-Schwäche drückt führende Marken wie Kering und Burberry

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Luxusaktien auf Mehrjahrestiefs

Die anhaltende Schwäche im Luxusgütermarkt zeigt deutliche Auswirkungen auf die Aktienkurse der führenden Marken. Der Kurs vieler prominenter Luxusmarken, darunter Kering und Burberry, ist auf Mehrjahrestiefs gefallen, und eine rasche Erholung scheint nicht in Sicht. Zu Beginn der Woche führte eine Herabstufung durch bedeutende Analysten zu signifikanten Kursverlusten bei diesen Unternehmen. Kering, die Muttergesellschaft von Gucci, verlor in Paris über eine Milliarde Euro an Marktwert. Analysten der britischen Bank Barclays haben die Aktie von Kering auf „untergewichten“ eingestuft und das Kursziel für die nächsten zwölf Monate auf 210 Euro gesenkt, was den tiefsten Stand seit 2017 markiert.

Auch die Aktie von Burberry verzeichnete in London den tiefsten Stand seit mehr als 14 Jahren. Barclays senkte das Rating auf „untergewichten“ und setzte das Kursziel auf 540 Pence. Auch Analysten der Bank Oddo äußerten sich kritisch gegenüber der Zukunft von Burberry. In Deutschland erlebte die Aktie von Hugo Boss einen Rückgang um weitere 5,5 Prozent und erreichte mit fast 33 Euro den tiefsten Stand seit Frühjahr 2021. Seit Jahresbeginn hat die Aktie mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren.

Die Hauptursache für diese Entwicklungen wird in der anhaltenden Schwäche des China-Geschäfts gesehen. China stellt den bedeutendsten Wachstumsmarkt für die Luxusbranche dar. Schätzungen der Beratung Bain zufolge könnten chinesische Käufer bis 2030 bis zu 40 Prozent des globalen Umsatzes ausmachen, aktuell sind es jedoch nur 23 Prozent. Die wirtschaftliche Schwäche in China zeigt sich in einer zurückhaltenden Kaufbereitschaft für Luxuswaren, was in den Bilanzen vieler Unternehmen deutlich wird. Analysten der Schweizer Großbank UBS betrachten China als das größte Risiko für den Luxussektor und haben ihre Erwartungen an das organische Wachstum reduziert.

Der Luxusmarkt befindet sich in einer Phase der Instabilität und des Rückgangs, nachdem das übermäßige Wachstum der Pandemiezeit vorbei ist. Der Markt für Luxusgüter zeigt eine Abschwächung des Wachstums, die teilweise sogar unter dem Niveau vor der Pandemie liegt. Während der gesamte Sektor betroffen ist, zeigen besonders hochpreisige Marken wie Hermès und Prada eine höhere Widerstandsfähigkeit. Hermès genießt eine starke Preissetzungsmacht und weist lange Wartelisten für bestimmte Produkte auf.

Burberry steht unter zusätzlichem Druck, da der Konzern kürzlich eine Gewinnwarnung herausgab und der CEO im Sommer das Unternehmen verließ. Die Aktie von Burberry wurde zudem aus dem britischen Leitindex FTSE 100 ausgeschlossen. Derzeit empfehlen nur zwei Analysten den Kauf der Aktie, während 16 eine Halteempfehlung aussprechen und fünf den Verkauf raten. Bei Kering stehen sechs Kaufempfehlungen sechs Verkaufsempfehlungen gegenüber, und 21 Analysten raten zur Halteposition.

Luxusmarken Burberry AktienChina

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