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Lukoil verkauft internationale Beteiligungen an Gunvor

Russischer Ölkonzern reagiert auf US-Sanktionen und zieht sich aus Auslandsmärkten zurück

Lukoil verkauft internationale Beteiligungen an Gunvor

Russlands größter privater Ölkonzern Lukoil hat nach anhaltendem Druck durch US-Sanktionen dem Angebot des Rohstoffhändlers Gunvor zum Erwerb seiner internationalen Beteiligungen zugestimmt. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, wird Lukoil International GmbH, die die Auslandsaktivitäten des Konzerns bündelt, an Gunvor veräußert. Der Schritt folgt auf die Ankündigung vom Montag, wonach Lukoil seine internationalen Vermögenswerte abstoßen werde, nachdem die Vereinigten Staaten in der Vorwoche neue Sanktionen gegen Russland verhängt hatten.

Die Transaktion gilt als eine der weitreichendsten Maßnahmen eines russischen Unternehmens seit der Einführung westlicher Sanktionen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine im Februar 2022. Lukoil erklärte, dass die zentralen Bedingungen des Geschäfts bereits zuvor zwischen beiden Parteien vereinbart worden seien. Mit der Annahme des Angebots habe sich der Konzern verpflichtet, keine weiteren Gespräche mit anderen potenziellen Käufern zu führen.

Gunvor bestätigte, dass Gespräche über den möglichen Erwerb der Lukoil-Auslandsvermögen geführt worden seien. Das Handelsunternehmen, das seinen Sitz in Genf hat, zählt zu den größten unabhängigen Energiehändlern der Welt und war in der Vergangenheit mehrfach in Geschäfte mit russischen Energielieferanten involviert.

Lukoil, einst ein Symbol für die globale Expansion russischer Energieunternehmen, sieht sich seit Beginn des Krieges in der Ukraine mit zunehmendem Druck durch internationale Sanktionen konfrontiert. Diese erschweren nicht nur den Zugang zu westlichen Märkten, sondern auch die Refinanzierung bestehender Auslandsaktivitäten. Mit dem Verkauf an Gunvor zieht sich der Konzern nun weitgehend aus internationalen Beteiligungen zurück und konzentriert sich künftig stärker auf das Inlandsgeschäft.

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