ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Lufthansa-Piloten streiken: Hunderte Flüge fallen aus

Die Vereinigung Cockpit legt Montag und Dienstag den Betrieb bei Lufthansa und Töchtern lahm – bereits die vierte Streikwelle in diesem Jahr.

Lufthansa-Piloten streiken: Hunderte Flüge fallen aus

Erneuter Pilotenstreik bei der Lufthansa: Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat für Montag und Dienstag zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen und trifft damit Deutschlands größte Airline zum wiederholten Mal in diesem Jahr. Betroffen sind die Kernmarke Deutsche Lufthansa, die Frachtsparte Lufthansa Cargo sowie die Regionaltochter Cityline. Der Ausstand begann kurz nach Mitternacht und soll am Dienstag kurz vor Mitternacht enden.

Beim Ferienflieger Eurowings sind am Montag sämtliche Abflüge von deutschen Flughäfen betroffen. An den großen deutschen Drehkreuzen Frankfurt und München wurden bereits zahlreiche Verbindungen gestrichen. Die Vereinigung Cockpit rechnet mit dem Ausfall von Hunderten Flügen pro Tag. Lediglich bei Langstreckenflügen fällt der Ausfall etwas geringer aus – die Gewerkschaft nimmt Verbindungen in den Nahen Osten wegen der angespannten Lage durch den Iran-Krieg ausdrücklich aus.

Vierte Streikwelle in diesem Jahr

Es ist bereits der vierte Arbeitskampf bei Lufthansa in diesem Jahr. Erst am vergangenen Freitag hatte ein Streik des Kabinenpersonals zu massiven Flugausfällen geführt. Die aktuelle Auseinandersetzung mit den Piloten dreht sich um zwei Kernthemen: die betriebliche Altersversorgung sowie die Vergütung bei der Regionaltochter Cityline.

Die Forderungen der Vereinigung Cockpit stoßen beim Lufthansa-Management auf klare Ablehnung. Personalchef Michael Niggemann bezeichnete den Streik als verantwortungslos. Die VC fordere eine Verdoppelung einer bereits nach seiner Einschätzung exzellenten Altersversorgung – weder gebe es dafür einen sachlichen Grund, noch seien die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dafür gegeben.

Was Anleger wissen sollten

Für Privatanleger, die Lufthansa-Aktien im Depot halten, sind anhaltende Streikwellen ein relevanter Faktor. Wiederholte Arbeitsniederlegungen belasten nicht nur das operative Geschäft durch entgangene Ticketerlöse und Entschädigungszahlungen, sondern können auch das Vertrauen von Geschäfts- und Privatreisenden in die Zuverlässigkeit der Airline nachhaltig beschädigen. Hinzu kommen Reputationsrisiken in einem hart umkämpften europäischen Luftfahrtmarkt, in dem Wettbewerber wie Ryanair oder easyJet von Turbulenzen bei der Lufthansa profitieren könnten.

Die Tarifkonflikte bei Lufthansa zeigen, dass der Druck auf die Kostenstruktur des Konzerns anhält. Ob und wann eine Einigung zwischen Vereinigung Cockpit und dem Management erzielt werden kann, bleibt vorerst offen.

Lufthansa StreikVereinigung CockpitPilotenstreikFlugausfälleLufthansa AktieTarifkonfliktCityline

Disclaimer