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Lufthansa erwirbt Minderheitsanteil an italienischer Fluggesellschaft ITA Airways

Für das Jahr 2027 strebt ITA Airways nun 94 Flugzeuge und einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro an

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Lufthansa erwirbt Minderheitsanteil an italienischer Fluggesellschaft ITA Airways

Die Lufthansa hat nach langwierigen Verhandlungen mit der italienischen Regierung beschlossen, einen Minderheitsanteil an der staatlichen ITA Airways zu erwerben. Lufthansa-Chef Spohr bezeichnete dies als eine "Win-Win-Situation".

Medienberichten zufolge wird der deutsche MDax-Konzern anfangs zwischen 320 und 330 Millionen Euro in das Eigenkapital der Fluggesellschaft investieren, um einen Anteil von 40 Prozent zu erwerben. Sowohl die Lufthansa als auch die italienische Regierung bestätigten die grundsätzliche Einigung, nannten jedoch zunächst keine konkrete Summe.

Berichten zufolge sollen zusätzlich 500 Millionen Euro investiert werden, sobald die ITA Airways in die Gewinnzone zurückkehrt. Dadurch könnte die Lufthansa weitere 50 bis 55 Prozent der Anteile erwerben. Somit würde der italienische Staat vorerst - entgegen der ursprünglichen Pläne der Lufthansa - an Bord bleiben. Der Deal unterliegt jedoch noch einer wettbewerbsrechtlichen Prüfung auf nationaler und europäischer Ebene.

ITA Airways wurde im Jahr 2020 gegründet und übernahm im Oktober 2021 den Flugbetrieb der insolventen Vorgängergesellschaft Alitalia, ist jedoch nicht deren direkte Rechtsnachfolgerin. Die ITA sicherte sich jedoch die Start- und Landerechte sowie die Markenrechte der früheren Alitalia.

Unter dem neuen Konzerndach könnte der legendäre Name Alitalia möglicherweise wiederbelebt werden. Als potenzieller CEO der ITA Airways wird Jörg Eberhart, der derzeitige Strategiechef der Lufthansa und ehemalige Leiter der in Norditalien tätigen Regionaltochter Air Dolomiti, gehandelt.

Im vergangenen Jahr verzeichnete ITA Airways bei einem Umsatz von knapp 1,6 Milliarden Euro einen Verlust von 486 Millionen Euro. Das Unternehmen führte die roten Zahlen auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie, gestiegene Treibstoffkosten aufgrund des Ukraine-Konflikts und den ungünstigen Euro-Dollar-Kurs zurück.

Für das Jahr 2027 strebt ITA Airways nun 94 Flugzeuge und einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro an. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sprach von einer "Win-Win-Situation" für Italien, ITA Airways und sein Unternehmen. Durch eine höhere Auslastung, günstigere Einkäufe und verbesserte Flugkoordination will er die schlanke Alitalia-Nachfolgerin mit ihrer jungen Flotte in die Gewinnzone bringen.

Die Lufthansa versucht bereits seit vielen Jahren, auf ihrem zweitwichtigsten Auslandsmarkt Fuß zu fassen. Ein früherer Versuch unter dem Namen Lufthansa Italia scheiterte bereits 2011. Derzeit zieht der Konzern lediglich mit Flügen der Air Dolomiti Umsteiger aus Norditalien zum Drehkreuz München.

LufthansaFlughafenItalien

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