Los Angeles: Stadtteile-Guide von Einheimischen für Besucher erklärt
FT-Leser kartieren die zersiedelten Viertel der kalifornischen Metropole – von Malibu bis Hollywood.

Los Angeles zählt zu den am stärksten zersiedelten Metropolen der Welt. Die kalifornische Stadt dehnt sich über Autobahnen in die Breite statt in die Höhe aus. Besucher können stundenlang fahren und befinden sich technisch gesehen immer noch innerhalb der Stadtgrenzen.
Präziser lässt sich LA als eine Reihe miteinander verbundener Mini-Städte betrachten. Die meisten Besucher kennen die weltberühmten Namen: Venice, Malibu, Hollywood, Compton. Doch wie passen diese Stadtteile zusammen? Die Financial Times hat Einheimische gebeten, das Geflecht zu erklären.
Westside: Von Malibu bis Beverly Hills
Die Westside erstreckt sich von Malibu in der äußersten nordwestlichen Strandecke über die Pacific Palisades bis zu den berühmten Santa Monica Piers. Im Landesinneren finden sich einige der teuersten Viertel: Bel Air, Beverly Hills und Brentwood. Für Stadtteile, in denen Besucher parken und die Gegend zu Fuß erkunden können, empfehlen Leser Santa Monica, Venice, West Hollywood, Koreatown, Echo Park und Silver Lake.
Malibu gilt als Paradies für Surfer und Enklave für Prominente. "Es ist wunderschön, aber schwer zu besuchen", beschreibt ein Einheimischer. "Um zum Strand zu gehen, parken die Leute meist auf dem Seitenstreifen des Pacific Coast Highway." Die Gemeinschaft selbst sei eng vernetzt, hippiemäßig und sehr wohlhabend.
Pacific Palisades war bis Januar 2025 als wohlhabende Enklave mit dorfähnlichem Zentrum bekannt. Das verheerende Palisades-Feuer zerstörte jedoch den größten Teil des Viertels. Das Feuer war das zerstörerischste in der Geschichte von LA – es vernichtete mehr als 6.800 Gebäude, forderte 12 Todesopfer und verbrannte über 23.000 Acre. Mehr als sieben von zehn vertriebenen Bewohnern sind noch nicht zurückgekehrt.
Santa Monica und Venice: Strandkultur mit Kontrasten
Santa Monica ist berühmt für kilometerlange Sandstrände und seinen Retro-Pier. "Es ist das LA, wie es sich jeder vorstellt", sagt ein Leser. Ein anderer empfiehlt den Santa Monica Farmers Market mittwochs als "heilig". Allerdings sei die Situation der Obdachlosen schockierend für Nicht-Einheimische.
Venice ist bekannt für seine strandnahe "Alles geht"-Atmosphäre und die Ursprünge der Skateboard-Kultur in den 1970er Jahren. "Bohemian und kreativ, mit einer Prise Verrücktheit", beschreibt ein Einwohner. Ein anderer rät: "Meiden Sie die Strandpromenade" und empfiehlt stattdessen versteckte Gärten und abgelegene Restaurants.
Beverly Hills, die Heimat des Rodeo Drive und von 90210, wird von einem Leser als "glänzende, teure Handtasche in einem Schaufenster" beschrieben. "Die Hauptstraßen sind kitschig und voller Milliardärs-Touristen", sagt ein Einheimischer, "aber es gibt so viele Juwelen: The Cheese Store für die besten Sandwiches, Mr Chow für das beste Interieur."
Hollywood: Zwischen Tourismus und Glamour
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Zur AktienanalyseWest Hollywood ist eine eigene Stadt, eine lange, schmale Gemeinde am Santa Monica Boulevard. Ein Einwohner beschreibt es als das eigentliche Stadtzentrum von Los Angeles. "Es bietet alles, was man sich als Person Anfang bis Mitte zwanzig wünschen kann: markante Restaurants, Fußgängerfreundlichkeit und Promi-Sichtungen."
Hollywood selbst hassen die Einwohner von Los Angeles ähnlich wie New Yorker den Times Square. "Wachsfigurenkabinett, Tourismus, zwielichtig", fasst ein Einheimischer zusammen. Doch die Journalistin Jocelyn Silver schätzt die einzigartige Mischung aus Trendigem und Gespensterischem – vom Hollywood Roosevelt Hotel mit Marilyn Monroes Geist bis zu den Brain Dead Studios.
East Hollywood umschließt Thai Town und Little Armenia. "Das Viertel ist echt, nicht protzig", schreibt FT-Reporterin Alexandra White. "Treten Sie in einige der Restaurants ein, und Sie tauchen ein in Bangkok, Armenien und die Speerspitze der Gastronomieszene von LA." Die Qualität thailändischer Speisen in Los Angeles sei spektakulär.
Das gesamte LA County besteht größtenteils aus Bergen, Tälern und Küstenstädten. Neben der Westside und Eastside gibt es die entspannte South Bay, die Gateway Cities und verschiedene Valleys – alle wegen Essen, Natur und Geschichte einen Besuch wert.


