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Lonza steigert Gewinn um 44% und hebt Margenprognose an

Starke Nachfrage und operative Effizienz treiben das Schweizer Life-Sciences-Unternehmen zu Rekordergebnissen im ersten Halbjahr.

Lonza steigert Gewinn um 44% und hebt Margenprognose an

Die Lonza Group AG (SIX: LONN) hat am Dienstag beeindruckende Halbjahreszahlen vorgelegt. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg im ersten Halbjahr 2025 um 44% auf CHF 572 Millionen, nach CHF 396 Millionen im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig hob das Schweizer Unternehmen seine Rentabilitätsprognose für das Gesamtjahr 2026 an.

Das CORE EBITDA legte im Berichtszeitraum, der die sechs Monate bis zum 30. Juni umfasst, um 27,4% auf CHF 1,18 Milliarden zu. Damit übertraf Lonza die Erwartungen vieler Marktbeobachter und untermauert seine starke Marktstellung als führender Auftragsfertiger für die Pharmaindustrie.

Margenprognose für 2026 deutlich angehoben

Auf Basis der starken operativen Entwicklung erhöhte Lonza seine Prognose für die CORE EBITDA-Marge im Jahr 2026 auf 33% bis 34%, nach einer vorherigen Zielmarke von über 32%. Das währungsbereinigte Umsatzwachstum von 11% bis 12% wurde hingegen bestätigt. Diese Kombination aus Wachstum und verbesserter Profitabilität signalisiert eine zunehmend effiziente Unternehmensstruktur.

Das starke Ergebnis ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: anhaltend hohe kommerzielle Nachfrage im gesamten Auftragsentwicklungs- und Fertigungsgeschäft (CDMO), ein verbesserter operativer Leverage sowie ein vorteilhafter Produktmix. Hinzu kommt eine konsequente Kostendisziplin, die die Margen in allen Geschäftsbereichen stützte.

Besonders hervorzuheben sind die Bereiche Advanced Synthesis und Specialized Modalities, die laut Unternehmensangaben wesentlich zur positiven Entwicklung beigetragen haben. Diese Segmente profitieren von der wachsenden Nachfrage der Pharmaindustrie nach spezialisierten Fertigungskapazitäten, insbesondere im Bereich komplexer Wirkstoffe und Biologika.

Strategische Partnerschaften und Kapazitätsausbau

Lonza weitete zudem eine strategische Fertigungskooperation mit einem führenden US-Biopharmaunternehmen aus. Details zum Partner wurden nicht genannt. Darüber hinaus kündigte das Unternehmen zusätzliche Kapazitäten für Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) im kommerziellen Maßstab in der Schweiz an. ADCs gelten als eine der vielversprechendsten Wirkstoffklassen in der modernen Krebstherapie und sind derzeit ein stark wachsendes Segment im CDMO-Markt.

Diese strategischen Schritte unterstreichen die Zuversicht des Managements, mit der die Margenprognose angehoben wurde. Lonza positioniert sich damit als zentraler Partner für Pharmaunternehmen, die ihre Produktionskapazitäten auslagern oder erweitern möchten – ein Trend, der in der Branche seit Jahren an Bedeutung gewinnt.

Für deutsche Privatanleger ist Lonza als einer der weltweit größten und bedeutendsten Auftragsfertigern im Life-Sciences-Bereich relevant. Das Unternehmen ist an der Schweizer Börse SIX unter dem Kürzel LONN notiert und gilt als Barometer für die Gesundheit des globalen CDMO-Marktes. Die heutigen Zahlen bestätigen, dass die Nachfrage nach ausgelagerten Pharmaproduktionsdienstleistungen ungebrochen hoch bleibt.

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