LNG Canada profitiert vom günstigen AECO-Index
Shell hebt Preisvorteile und Nähe zu Asien als Standortstärken hervor

Shell-Chef Wael Sawan sieht im LNG-Projekt Kanada einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber vergleichbaren Vorhaben in den Vereinigten Staaten. Entscheidend dafür sei die Preisbindung an den kanadischen AECO-Index, der unter dem US-amerikanischen Henry-Hub-Preis liegt. Diese Indexierung mache das Projekt für Käufer besonders attraktiv, betonte Sawan während seiner Rede auf der Energy Asia-Konferenz in Kuala Lumpur.
Die Nutzung des AECO-Preises ermögliche es Shell, Flüssigerdgas zu günstigeren Konditionen anzubieten, was angesichts steigender globaler Energienachfrage ein entscheidender Faktor sei. Sawan erklärte, dass das Gasangebot auf Basis des AECO-Index in Zukunft weiter steigen werde, was zusätzlich zu einer Stabilisierung niedrigerer Preise beitragen könne. Dies verstärke das Interesse von Abnehmern, insbesondere im asiatischen Raum.
Ein weiterer Vorteil sei die geografische Nähe Kanadas zu den asiatischen Märkten. Diese ermögliche kürzere Transportwege und damit geringere Logistikkosten. Diese Faktoren zusammengenommen – niedrigerer Gaspreis durch den AECO-Index, steigende Versorgung und die Nähe zum Endmarkt – würden LNG Canada zu einem Projekt mit hohem wirtschaftlichem Potenzial machen, so Sawan.
Am Montag lag der AECO-Preis laut Daten von SNL Financial bei 96,6 kanadischen Cent bzw. umgerechnet 71,4 US-Cent pro Million British Thermal Units (MMBtu). Im Vergleich dazu lag der Henry-Hub-Futurespreis bei 3,746 US-Dollar pro MMBtu – mehr als das Fünffache. Diese Preisdifferenz sei aus Sicht von Shell ein zentrales Argument für die Attraktivität des kanadischen Projekts.
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Zur AktienanalyseLNG Canada ist die erste Exportanlage für Flüssigerdgas in Kanada. Die Produktionskapazität wird mit 14 Millionen Tonnen pro Jahr angegeben. Laut Unternehmen wird der erste LNG-Export aus der Anlage noch in diesem Monat erwartet. Das Projekt gilt zudem als eine der emissionsärmsten LNG-Anlagen weltweit, wie Shell-Chef Sawan hervorhob.


