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Lithiumpreis verdoppelt sich: Value-Chancen im Bergbausektor

Der Lithiumpreis hat sich im vergangenen Quartal mehr als verdoppelt – schrumpfender Marktüberschuss und steigende EV-Nachfrage treiben die Erholung.

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Lithiumpreis verdoppelt sich: Value-Chancen im Bergbausektor

Der Lithiummarkt erlebt eine bemerkenswerte Erholung. Der Preis für das begehrte Batteriemetall hat sich im vergangenen Quartal mehr als verdoppelt und liegt nun bei rund 20.000 US-Dollar pro Tonne. Damit entspricht das aktuelle Preisniveau den Prognosen von Morningstar-Analysten für die Grenzkosten der Produktion.

Ausschlaggebend für den Preisanstieg ist ein schrumpfender Marktüberschuss. Die steigende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und Batteriespeichersystemen trifft auf ein verlangsamtes Angebotswachstum – eine Kombination, die den Markt nach einer langen Durststrecke wieder ins Gleichgewicht bringt.

Angebotsseite reagiert auf Preissignale

Die Entwicklung folgt einer klassischen Marktlogik: So wie die Rekordpreise im Jahr 2022 ein starkes Angebotswachstum anreizten, führten die anschließend niedrigen Preise bei vielen Produzenten zu einem Investitionsstopp. Das globale Angebotswachstum verlangsamte sich daraufhin im Jahr 2025 spürbar, was den Markt schließlich wieder ins Gleichgewicht brachte.

Morningstar-Analysten Jon Mills und Alex Anderson gehen davon aus, dass die Preise auf dem aktuellen Niveau von rund 20.000 US-Dollar pro Tonne verharren werden. Der Markt befinde sich nach dem Überangebot in den Jahren 2024 und 2025 nun in einer stabilen Gleichgewichtsphase.

Mineral Resources und Albemarle im Fokus

Für Anleger ergeben sich aus der Erholung konkrete Investmentchancen. Morningstar hebt zwei Unternehmen besonders hervor:

Mineral Resources Ltd (MIN):

Die Aktie wird laut Morningstar rund 30 Prozent unter ihrem fairen Wert gehandelt und gilt damit als klar unterbewertet. Das Unternehmen profitiert nicht nur von steigenden Lithiumpreisen, sondern zusätzlich von wachsenden Eisenerzvolumina. -

Albemarle Corp (ALB):

Der US-amerikanische Lithiumproduzent wird als moderat unterbewertet eingestuft und dürfte ebenfalls von der Preiserholung profitieren.

Beide Unternehmen weisen aufgrund des jüngsten zyklischen Abschwungs eine erhöhte Verschuldung auf. Die Analysten sind jedoch zuversichtlich, dass die höheren Lithiumpreise beiden Unternehmen einen schnellen Schuldenabbau ermöglichen werden.

Bergbausektor insgesamt teuer bewertet

Der breitere Bergbausektor präsentiert sich aus Bewertungssicht weniger attraktiv. Im Durchschnitt ist der Sektor laut Morningstar deutlich überbewertet, weshalb gezielte Einzeltitelauswahl gefragt ist. Die genannten Lithiumwerte stellen dabei Ausnahmen dar – sogenannte Value-Chancen inmitten eines insgesamt teuer bewerteten Marktsegments.

Für deutsche Privatanleger ist die Entwicklung im Lithiummarkt besonders relevant, da die Elektromobilität auch hierzulande weiter an Fahrt gewinnt. Die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien – sowohl für Fahrzeuge als auch für stationäre Energiespeicher – dürfte langfristig ein struktureller Wachstumstreiber bleiben. Die aktuelle Marktberuhigung nach den Extremen der Jahre 2022 bis 2025 könnte für geduldige Anleger einen attraktiven Einstiegszeitpunkt darstellen.

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