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Lithium Ionic: Vier Rücktritte nach OSC-Verfahren gegen Emerita Resources

Drei Direktoren und der Corporate Secretary von Lithium Ionic treten zurück – als Reaktion auf ein Durchsetzungsverfahren der Ontario Securities Commission.

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Lithium Ionic: Vier Rücktritte nach OSC-Verfahren gegen Emerita Resources

Das an der kanadischen TSX-V notierte Lithiumunternehmen Lithium Ionic hat den gleichzeitigen Rücktritt von drei Direktoren und seinem Corporate Secretary bekannt gegeben. David Gower, Lawrence Guy und Hélio Diniz haben ihre Ämter als Direktoren mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Auch Damian Lopez, der Corporate Secretary des Unternehmens, reichte seinen Rücktritt ein.

Die betroffenen Personen begründeten ihren Schritt damit, im besten Interesse des Unternehmens zu handeln. Auslöser ist ein Verfahren, das die Ontario Securities Commission (OSC) – die wichtigste Wertpapieraufsichtsbehörde der kanadischen Provinz Ontario – am 9. April eingeleitet hat.

Hintergrund: OSC-Verfahren gegen Emerita Resources

Wichtig für Anleger: Lithium Ionic selbst ist kein Antragsgegner in diesem OSC-Verfahren, und es wurden keine Anordnungen gegen das Unternehmen beantragt. Das Verfahren richtet sich gegen Emerita Resources sowie fünf seiner Direktoren und Führungskräfte wegen mutmaßlichen Fehlverhaltens.

Die OSC wirft mehreren Emerita-Direktoren – darunter Gower, Guy, Diniz und Lopez – vor, an Handlungen beteiligt gewesen zu sein, die zur Umleitung von Lithium-Bergbauansprüchen in Brasilien geführt haben sollen. Diese Ansprüche sind unter dem Namen „Falcon-Projekt" bekannt. Die Aufsichtsbehörde ist überzeugt, dass dieses Verhalten Emerita und seine Investoren betrogen hat. Eine Anhörung zur Fallsteuerung wurde für den 8. Mai vor dem Capital Markets Tribunal angesetzt.

Die vier zurückgetretenen Personen waren bei Lithium Ionic auf Basis von Verträgen für unabhängige Auftragnehmer tätig. Diese Verträge konnten vom Unternehmen jederzeit gegen Zahlung eines Betrags in Höhe von zwölf Monatsgehältern gekündigt werden.

Operative Kontinuität und Aktionärsverpflichtungen

Trotz seines Rücktritts als Direktor wird Hélio Diniz dem Unternehmen weiterhin erhalten bleiben. Im Rahmen eines Dienstleistungsvertrags für unabhängige Auftragnehmer übernimmt er weiterhin eine operative Rolle als Geschäftsführer der brasilianischen Aktivitäten von Lithium Ionic.

Gower, Guy und Lopez haben zudem eine Lock-up-Vereinbarung getroffen: Sie verpflichten sich, für einen Zeitraum von einem Jahr keine von ihnen gehaltenen Stammaktien von Lithium Ionic zu veräußern – sofern keine vereinbarten marktüblichen Ausnahmen vorliegen. Dies soll Stabilität für bestehende Aktionäre signalisieren.

Der Verwaltungsrat und die Mitglieder des Sonderausschusses des Unternehmens bekräftigen ihr Bekenntnis zu guter Unternehmensführung und einem konstruktiven Austausch mit den Aktionären. Weitere Updates sollen zu gegebener Zeit bereitgestellt werden.

Fokus auf das Bandeira-Projekt im brasilianischen Lithium Valley

Parallel zu den personellen Veränderungen bestätigt Lithium Ionic, dass es mit dem Investor Waratah Capital Advisors bezüglich deren Forderung nach Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung in Kontakt treten wird.

Ungeachtet der internen Turbulenzen hält das Unternehmen an seiner strategischen Ausrichtung fest. Lithium Ionic konzentriert sich weiterhin auf die Weiterentwicklung des Bandeira-Projekts und verfolgt das Ziel, ein Lithiumproduzent im brasilianischen „Lithium Valley" zu werden. Die Region gilt als eine der bedeutendsten Lithiumlagerstätten weltweit und rückt angesichts der wachsenden Nachfrage durch die Elektromobilitätsindustrie zunehmend in den Fokus internationaler Investoren.

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