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Lion One Metals bricht 30% ein nach Finanzierungsabsage und CEO-Wechsel

Der kanadische Goldproduzent steckt tief in der Krise: Abgesagte $11-Mio.-Finanzierung, erneuter CEO-Abgang und Produktionsprobleme auf Fidschi.

Lion One Metals bricht 30% ein nach Finanzierungsabsage und CEO-Wechsel

Lion One Metals (TSXV: LIO) hat am Freitag einen Kurssturz von mehr als 30% erlitten. Auslöser war die überraschende Absage einer geplanten Privatplatzierung im Wert von rund C$15 Millionen (etwa 11 Millionen US-Dollar) sowie der erneute Abgang eines Vorstandsvorsitzenden innerhalb weniger Monate.

Der kanadische Goldförderer teilte in einer Pressemitteilung mit, dass die im Dezember angekündigte Transaktion mit der australischen Investmentgesellschaft Arete Capital Advisors ohne Angabe von Gründen beendet wurde. Die Privatplatzierung sah vor, dass Arete insgesamt 44,26 Millionen Einheiten von Lion One zu einem Preis von C$0,34 pro Einheit zeichnet. Jede Einheit hätte eine Stammaktie sowie einen Optionsschein zum Erwerb weiterer Aktien zu je C$0,39 umfasst.

Infolge der Nachrichten fiel die Lion-One-Aktie auf ein neues Allzeittief von C$0,14. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens sank damit auf rund C$59 Millionen (etwa 43,5 Millionen US-Dollar).

Zweiter CEO-Abgang in weniger als einem Jahr

Gleichzeitig gab Lion One das Ausscheiden von Chief Executive Officer Campbell Olsen bekannt. Olsen war erst vor etwas mehr als zwei Monaten ernannt worden – explizit mit dem Auftrag, die Transaktion mit Arete zum Abschluss zu bringen. Er trat die Nachfolge von Ian Berzins an, der das Amt selbst nur rund zehn Monate lang innehatte, nachdem er im Februar des Vorjahres ernannt worden war. Damit hat das Unternehmen innerhalb kurzer Zeit bereits den zweiten CEO verloren.

Die abgesagte Finanzierung trifft Lion One zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt. Das Unternehmen kämpft derzeit sowohl mit finanziellen als auch mit operativen Herausforderungen. Im Februar erhielt Lion One von Nebari Collateral Agent eine Verzugsanzeige in Bezug auf seine vorrangige Kreditfazilität. Nur zwei Wochen später ging zudem ein Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Aktionärsversammlung ein, in dem die Abberufung bestimmter Mitglieder des Verwaltungsrats gefordert wurde.

Tuvatu-Goldmine weit unter Plan

Auch operativ läuft es für Lion One nicht rund. Die Tuvatu-Goldmine des Unternehmens auf den Fidschi-Inseln kämpft weiterhin mit erheblichen Produktionsproblemen. Ausrüstungs- und Energieengpässe führen zu geringerem Durchsatz als geplant, unbeständigen Goldgehalten und Verzögerungen bei der Erschließung neuer Abbaubereiche.

Der Untertagebetrieb hatte Mitte 2024 den vollständigen Abbau aufgenommen und sollte ursprünglich über eine Lebensdauer von fünf Jahren rund 331.400 Unzen Gold pro Jahr produzieren. Im zuletzt berichteten Quartal belief sich die tatsächliche Produktion jedoch auf lediglich 4.200 Unzen – ein drastischer Rückstand gegenüber den ursprünglichen Planungen.

Im vergangenen Monat hatte das Unternehmen eine Reihe von Initiativen angekündigt, um das „mittelfristige Wachstum und die operative Widerstandsfähigkeit" von Tuvatu zu verbessern. Dazu zählen unter anderem ein neues Absetzbecken, ein Flotationskreislauf sowie weitere Anlagen vor Ort.

Arete Capital Advisors hätte im Rahmen eines Rahmenvertrags, der zeitgleich mit der Finanzierung abgeschlossen werden sollte, auch die Rolle des Betreibers des Tuvatu-Projekts übernommen. Mit der Absage der Transaktion entfällt nun auch diese geplante operative Neuausrichtung. Für Lion One bedeutet das: Das Unternehmen steht ohne frisches Kapital, ohne neuen CEO und ohne einen klaren Plan zur Schuldenrestrukturierung da.

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