Lineares Fernsehen trotzt der Streaming-Konkurrenz
Streaming-Markt erreicht Sättigung, Fernsehen bleibt beliebtes "Nebenbei-Medium"

Das lineare Fernsehen erweist sich trotz der Konkurrenz durch Streaming-Plattformen als widerstandsfähig. Laut einer aktuellen Untersuchung der Unternehmensberatung Deloitte ist die Nutzung des herkömmlichen Fernsehens in Deutschland in den vergangenen drei Jahren nur leicht zurückgegangen. 81 Prozent der Zuschauer gaben an, überwiegend lineares Fernsehen zu schauen, was nur geringfügig weniger ist als vor drei Jahren, als der Anteil bei 83 Prozent lag.
Die Studie zeigt auch, dass der Streaming-Markt in Deutschland eine Sättigung erreicht hat. Knapp zwei Drittel der Haushalte haben ein Streaming-Abonnement, ein Wert, der sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert hat. Im Corona-Jahr 2022 lag die Zahl der Streaming-Abos sogar etwas höher. Für die Untersuchung befragte Deloitte 2.000 Konsumentinnen und Konsumenten zu ihrem Fernseh- und Videokonsumverhalten.
Trotz der Vielzahl von Videoangeboten bleibt das Fernsehen ein beliebtes Medium, insbesondere aufgrund seines Live-Charakters und seiner bequemen Nutzung als "Nebenbei-Medium". Vor allem ältere Generationen schätzen das traditionelle Fernsehprogramm. Nur 19 Prozent der Befragten gaben an, dass sie mehr als die Hälfte ihrer Sehzeit mit Videoangeboten außerhalb des klassischen Fernsehens verbringen. Dies deutet darauf hin, dass das lineare Fernsehen für viele weiterhin einen hohen Stellenwert hat.
Auf dem Streaming-Markt hingegen zeigen sich erste Anzeichen einer Sättigung. Das starke Wachstum der Video-on-Demand-Dienste während der Corona-Pandemie hat sich verlangsamt. Dennoch ist festzustellen, dass Streaming-Kunden ihre Nutzung intensiviert haben: Jeder zweite Streaming-Abonnent schaut heute mehr als noch im vergangenen Jahr. Ein weiteres Merkmal des Streaming-Marktes ist das sogenannte "Abo-Hopping", bei dem Nutzer zeitweise Abos abschließen und wieder kündigen. Zehn Prozent der Befragten gaben an, im vergangenen Jahr sowohl ein Abonnement abgeschlossen als auch eines gekündigt zu haben.
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Zur AktienanalyseDie Konkurrenz um die Bildschirmzeit und das Budget der Konsumenten wird laut Deloitte in Zukunft weiter zunehmen. Insbesondere das "Hopping" zwischen Anbietern dürfte den Wettbewerb in der Branche noch verschärfen.

