Linde plant milliardenschweren Aktienrückkauf
Wachstum und Aktionärsrendite stehen im Mittelpunkt

Linde, der weltweit führende Industriegase-Konzern, hat kürzlich seine Absicht bekundet, Aktien im Wert von bis zu 17 Milliarden Dollar zurückzukaufen. Diese Summe setzt sich aus einem neu angekündigten Rückkaufprogramm von 15 Milliarden Dollar und einem verbleibenden Betrag von zwei Milliarden Dollar aus einem früheren Rückkaufprogramm, das vor rund eineinhalb Jahren initiiert wurde, zusammen. Insgesamt plant das Unternehmen, fast ein Zehntel seines gesamten Börsenwertes zurückzuerwerben.
Der Vorstandschef von Linde, Sanjiv Lamba, gab einen Einblick in die Strategie des Unternehmens hinter diesem ehrgeizigen Rückkaufplan. Linde beabsichtigt, sein erstklassiges Rating aufrechtzuerhalten und seine Dividende, wie es Tradition ist, jährlich zu steigern. Lamba betonte, dass die primäre Investitionsstrategie von Linde darauf abzielt, in hochwertige Wachstumsmöglichkeiten zu investieren. Alle darüber hinausgehenden Mittel sollen über Aktienrückkäufe an die Aktionäre des Unternehmens zurückgegeben werden.
Es wird erwartet, dass Linde, dessen offizieller Hauptsitz sich in Woking, nahe London, befindet, in Kürze seine Finanzergebnisse für das dritte Quartal vorstellen wird. Es ist bemerkenswert, dass das Unternehmen in der jüngsten Vergangenheit seine Gewinnprognosen alle drei Monate nach oben korrigiert hat, was auf eine starke finanzielle Performance hindeutet.
Linde hat im Laufe der Jahre einige bedeutende Veränderungen durchgemacht. Vor fünf Jahren fusionierte das Unternehmen mit der amerikanischen Firma Praxair. Im Zuge dieser Fusion sprachen sich beide Unternehmen gegen eine Doppelnotierung des damals wertvollsten DAX-Konzerns aus. Während sich der Aktienkurs von Linde in der Folge positiv entwickelte, führte eine Kappungsgrenze später dazu, dass Fonds, die den DAX abbildeten, wiederholt Linde-Aktien verkaufen mussten. Dies beeinflusste den Kurs negativ. Die besagte Kappungsgrenze für den DAX legt fest, dass das Gewicht eines einzelnen Unternehmens zehn Prozent nicht überschreiten darf.
Nach der Fusion verließ Linde schließlich die Deutsche Börse und wurde an der Wall Street gelistet, was bedeutet, dass es nicht mehr im DAX notiert ist. Die Deutsche Börse überdenkt derzeit neue Regulierungen für den DAX, wodurch Linde in Zukunft erneut von Interesse sein könnte.
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Zur AktienanalyseInsgesamt zeigt dieser jüngste Schritt von Linde das Bestreben des Unternehmens, sein Wachstum fortzusetzen und gleichzeitig seinen Aktionären kontinuierlich Wert zu bieten.


