Lhyfe und STRABAG kooperieren bei grünem Wasserstoff in Deutschland
Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam grüne Wasserstoffprojekte in Deutschland entwickeln und umsetzen.

Der französische Wasserstoffpionier Lhyfe und der österreichische Technologiekonzern STRABAG haben eine strategische Rahmenvereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung von Projekten für grünen Wasserstoff in Deutschland unterzeichnet. Das Abkommen zielt darauf ab, die Entwicklung und Umsetzung entsprechender Projekte gezielt zu beschleunigen. Im Mittelpunkt steht dabei das regulatorische Umfeld, das durch die Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie III (RED III) in deutsches Recht geprägt wird.
Deutschland gilt für beide Partner als besonders attraktiver Markt. Lhyfe und STRABAG loben die Bundesrepublik ausdrücklich für die Schaffung eines regulierten und berechenbaren Marktrahmens, der Investitionen sowie die Nutzung von erneuerbarem Wasserstoff durch Industrieunternehmen fördert. Das Land habe sich zu einem der fortschrittlichsten Märkte bei der Strukturierung der Nachfrage nach erneuerbarem Wasserstoff entwickelt. Eine spätere Ausweitung der Zusammenarbeit auf andere europäische Länder schließen die Partner nicht aus.
Komplementäre Stärken als Fundament der Partnerschaft
Die Kooperation bündelt die operative Expertise beider Unternehmen auf strategische Weise. Lhyfe bringt seine Erfahrung als größter europäischer Produzent von erneuerbarem Wasserstoff aus Wasserelektrolyse in großen Mengen ein – ein Status, den das Unternehmen nach eigenen Angaben im Jahr 2025 erreicht hat. Lhyfe verfügt über vier bereits installierte und zertifizierte Produktionsstandorte für grünen Wasserstoff, zwei weitere befinden sich im Bau. Hinzu kommen eine Flotte von mehr als 80 Wasserstoffcontainern des Typs 4 sowie 15 Lagerstandorte.
STRABAG wiederum deckt den gesamten Lebenszyklus von Bauprojekten ab – von der Strukturierung, Planung und dem Engineering bis hin zur Ausführung und dem langfristigen Betrieb. Der Konzern verfügt zudem über umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Finanzierung und Investment, was zur Wirtschaftlichkeit und langfristigen Finanzierbarkeit der gemeinsamen Projekte beitragen soll. Darüber hinaus treibt STRABAG aktiv moderne Infrastrukturlösungen voran und entwickelt nachhaltige Energiesysteme.
Die konkrete Zusammenarbeit soll eine schnellere Projektplanung und -umsetzung ermöglichen, Entwicklungs- und Ausführungsrisiken gezielt reduzieren sowie einen effizienten Fortschritt von Wasserstoffprojekten in Deutschland sicherstellen.
Stimmen aus den Unternehmen
Wolfgang Zechmeister, Unternehmensbereichsleiter bei STRABAG, unterstreicht die strategische Bedeutung des Schritts: „Grüner Wasserstoff ist ein wertvolles Instrument zur Dekarbonisierung energieintensiver Industrien. STRABAG verfügt bereits über umfassende Erfahrung im Bau von Infrastrukturen für erneuerbare Energien und wird zu deren Weiterentwicklung beitragen."
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Zur AktienanalyseLuc Graré, Chief Strategy Officer bei Lhyfe, betont die Aktualität der Partnerschaft: „Die Kombination der Industrie- und Baukompetenz von STRABAG mit der Erfahrung von Lhyfe als größtem europäischem Produzenten von erneuerbarem Wasserstoff schafft ein starkes Fundament, um die Projektentwicklung und -umsetzung zu beschleunigen." Graré sieht in der Kooperation auch ein Signal für den Reifegrad, den Lhyfe als Unternehmen erreicht habe: „Diese Partnerschaft mit einem führenden Akteur wie STRABAG spiegelt zudem das Vertrauen in unser industrielles Know-how wider."
Die Vereinbarung fügt sich in einen wachsenden europäischen Markt für grünen Wasserstoff ein, der zunehmend von regulatorischen Rahmenbedingungen und industrieller Nachfrage getrieben wird. Für deutsche Privatanleger und Marktbeobachter ist die Partnerschaft ein weiteres Zeichen dafür, dass Deutschland seine Rolle als zentraler Schauplatz der europäischen Wasserstoffwirtschaft weiter ausbaut.


