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LEG plant Neustart und optimistische Zukunftsperspektiven

Immobilienabwertungen beendet, neue Zukäufe und Ertragswachstum im Fokus

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LEG plant Neustart und optimistische Zukunftsperspektiven

Der Immobilienkonzern LEG betrachtet die Phase der Abwertungen im eigenen Wohnungsbestand als beendet und blickt optimistisch in die Zukunft. Nach erheblichen Wertverlusten in den letzten Jahren, darunter eine Abwertung von 11,9 Prozent im Jahr 2023, erwartet das Unternehmen für die nächste Bewertungsrunde zum Jahresende 2024 eine positive Entwicklung. Konkret rechnet die LEG im zweiten Halbjahr 2024 bei der Neubewertung ihres Immobilienvermögens mit einem leichten Plus von bis zu 0,5 Prozent. Dies sei auf eine spürbare Aufhellung der Marktlage im Bereich der Wohnimmobilien zurückzuführen, erklärte das Unternehmen.

Im ersten Halbjahr 2024 verzeichnete die LEG noch einen Wertverlust von 1,6 Prozent im Immobilienbestand, was zu einem negativen Periodenergebnis von 143 Millionen Euro führte. Im dritten Quartal konnte jedoch ohne erneute Bewertung ein Gewinn von 95,9 Millionen Euro erzielt werden. Die Verschuldung im Verhältnis zum Immobilienwert, eine für die Branche wichtige Kennzahl, blieb zum Ende des dritten Quartals mit 48,5 Prozent weiterhin oberhalb des angestrebten mittelfristigen Ziels von 45 Prozent, wenngleich dieser Wert leicht unter den 49 Prozent vom Halbjahr liegt.

Die LEG profitiert laut eigenen Angaben von einer Belebung des Transaktionsmarktes. Seit Jahresbeginn wurden etwa 3.400 Wohnungen für rund 330 Millionen Euro verkauft oder deren Verkauf vereinbart – ein Wert, der leicht über den Buchwerten liegt. Anfang der Woche gab das Unternehmen zudem bekannt, dass es sich mit einem weiteren Erwerb im Markt zurückmeldet. Es übernimmt zusätzliche Anteile an Brack Capital Properties (BCP) und steigert damit seinen Anteil auf 88,2 Prozent. Die BCP verfügt über etwa 9.100 Wohnungen, vorwiegend in Nordrhein-Westfalen, dem Kerngebiet der LEG.

Im operativen Geschäft erzielte die LEG in den ersten neun Monaten des Jahres einen Mittelzufluss von 152 Millionen Euro, was die Prognose von 190 bis 210 Millionen Euro für das Gesamtjahr bekräftigt. Auch die Nettokaltmieten stiegen um 3,3 Prozent. Für das Jahr 2025 erwartet die LEG weiteres Ertragswachstum mit einem prognostizierten Mittelzufluss von 205 bis 225 Millionen Euro. LEG-Chef Lars von Lackum zeigte sich optimistisch hinsichtlich möglicher Zukäufe, sollte sich die Erholung am Immobilienmarkt weiter fortsetzen und attraktive Gelegenheiten bieten. Dabei betonte er jedoch, dass neue Investitionen nur mit großer Umsicht getätigt würden.

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