Lateinamerikanische Märkte vor wichtiger Inflationswoche
Die Währungen und Aktienmärkte Lateinamerikas starten mit Gewinnen in eine entscheidende Handelswoche. Anleger erwarten wichtige Inflationsdaten aus Mexiko, Brasilien und Argentinien, die die Zinspolitik der Region maßgeblich beeinflussen könnten.

Die lateinamerikanischen Finanzmärkte zeigen sich zu Wochenbeginn robust: Der MSCI Emerging Markets Index legte um 2,14 Prozent zu, während ein Referenzindex für lateinamerikanische Währungen um 0,77 Prozent kletterte. Regionale Aktien gewannen 1,2 Prozent.
Mexikanischer Peso profitiert von Inflationsdaten
Der mexikanische Peso legte gegenüber dem US-Dollar um 0,4 Prozent zu, nachdem Inflationsdaten eine Beschleunigung im Januar zeigten. Dies bestätigt die Entscheidung der mexikanischen Zentralbank Banxico, ihren Zinssenkungszyklus zu pausieren. "Wir glauben zwar nicht, dass dies Banxico dazu veranlassen wird, seinen Lockerungszyklus zu beenden, aber es ist klar, dass sich der Lockerungszyklus in seiner Endphase befindet", kommentiert Kimberley Sperrfechter, Ökonomin bei Capital Economics.
Der mexikanische Aktienmarkt verzeichnete einen moderaten Anstieg von 0,3 Prozent. Die hartnäckige Inflation stärkt das Argument für eine vorsichtige Geldpolitik, nachdem die Zentralbank 2024 das Wirtschaftswachstum ankurbeln wollte.
Brasilianische Zinswende im Fokus
Der brasilianische Real gewann 0,6 Prozent, während der Referenzindex um 0,6 Prozent zulegte. Händler erwarten den Beginn eines Zinssenkungszyklus bereits im März. Entscheidend wird der Inflationsbericht am Dienstag: Die Märkte hoffen auf moderates Preiswachstum, das den dritten Monat in Folge unter der Obergrenze des Zentralbankziels liegen sollte.
Die brasilianische Zentralbank betont einen datenabhängigen Ansatz – ein Signal für vorsichtiges Vorgehen trotz möglicher Lockerungen ab März. Zudem kündigte Brasilien seinen ersten Dollar-Anleihenverkauf für 2026 an.
Argentinien und Venezuela im Blick
In Argentinien zeigten sich Peso und Aktienmärkte vor den Inflationsdaten am Dienstag stabil. Venezuela rückt durch den geplanten Besuch von US-Energieminister Chris Wright in den Fokus: Er will den Dialog über die künftige Führung des Ölunternehmens PDVSA aufnehmen. Aktien in Caracas stiegen daraufhin um 2 Prozent.
Peruanische Börse vor Zinsentscheidung
Peruanische Aktien sprangen vor der Zinsentscheidung am Donnerstag um 2,2 Prozent nach oben und zählten damit zu den Tagesgewinnern in der Region.
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Zur AktienanalyseAusblick auf ereignisreiche Woche
Die schwache Performance des US-Dollar unterstützt die Schwellenländerwährungen. Anleger bereiten sich auf wichtige US-Veröffentlichungen vor, darunter Arbeitsmarkt-, Inflations- und Konsumausgabendaten. Diese könnten die Währungen der Schwellenländer beeinflussen.
Die Inflationsdaten aus Lateinamerika werden besonders aufmerksam verfolgt: Sie beeinflussen nicht nur den unmittelbaren Preisdruck, sondern auch die Inflationserwartungen für 2025 und die Carry-Attraktivität der Region – ein wesentlicher Faktor für die Outperformance lateinamerikanischer Märkte im vergangenen Jahr.


