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Larry Ellison: Wie der Oracle-Gründer sein Milliardenvermögen verwaltet

Larry Ellison gehört zu den reichsten Menschen der Welt – und möglicherweise auch zu den am stärksten verschuldeten Tech-Milliardären.

Larry Ellison: Wie der Oracle-Gründer sein Milliardenvermögen verwaltet

Larry Ellison, Mitgründer des Softwarekonzerns Oracle, verfügt über ein geschätztes Nettovermögen von 212,9 Milliarden US-Dollar. Den Großteil davon machen Oracle-Aktien aus – einschließlich jener Anteile, die er als Sicherheit für Kredite verpfändet hat. Damit unterscheidet sich seine Vermögensstruktur erheblich von der anderer Tech-Milliardäre.

Ellison hat in erheblichem Maße Kredite auf seine Oracle-Beteiligung aufgenommen. Das Kapital nutzt er zur Finanzierung eines aufwendigen Lebensstils, der Superyachten, den Besitz von 98 Prozent einer hawaiianischen Insel sowie die Unterstützung des Hollywood-Engagements seines Sohnes umfasst. Oracle ist das Softwareunternehmen, das Ellison vor fast 50 Jahren mitbegründete.

Aktien als Sicherheit: Ein gängiges, aber riskantes Instrument

Um liquide Mittel freizusetzen, ohne ihre Aktien verkaufen zu müssen, können Unternehmensführer Anteile als Sicherheit für Darlehen verpfänden. Diese Praxis ist in der Tech-Branche unter Großaktionären verbreitet. Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, solche Verpfändungen offenzulegen – auch wenn diese Angaben lediglich die theoretische Kreditkapazität einer Führungskraft widerspiegeln und nicht zwingend die tatsächliche Höhe der ausstehenden Schulden.

Das Risiko dieser Strategie ist jedoch erheblich: Fällt der Aktienkurs stark, können Kreditgeber dazu übergehen, Teile der verpfändeten Beteiligung zu verkaufen. Ziel ist es dabei, die Schulden im Einklang mit dem Wert der zugrunde liegenden Sicherheiten zu halten. Besitzt eine Führungskraft einen bedeutenden Anteil am Unternehmen, kann ein solcher Zwangsverkauf den Kurs weiter unter Druck setzen – ein potenziell selbstverstärkender Abwärtssog.

Warner-Bros.-Deal erhöht Ellisons finanzielle Verpflichtungen

Ellisons finanzielle Verflechtungen reichen weit über seine Oracle-Beteiligung hinaus. Er garantierte mehr als 40 Milliarden US-Dollar im Rahmen der rund 81 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance. Diese formelle Verpflichtung ging er ein, nachdem er bereits zuvor Aktien verpfändet hatte. Sein Sohn David Ellison leitet Paramount und ist damit eine zentrale Figur in diesem milliardenschweren Mediengeschäft.

Der Vergleich mit anderen Tech-Milliardären zeigt, wie ungewöhnlich Ellisons Vermögensstruktur ist. Während viele Superreiche aus der Technologiebranche ebenfalls einen Großteil ihres Vermögens in Unternehmensanteilen halten, sticht Ellison durch das Ausmaß seiner Kreditaufnahme gegen diese Beteiligungen hervor. Oracle-Aktien bilden das Fundament seines Reichtums – und gleichzeitig die Basis seiner Schulden.

Die Konstellation verdeutlicht ein grundlegendes Spannungsfeld im Umgang mit konzentriertem Aktienvermögen: Wer nicht verkaufen will, aber Liquidität braucht, trägt das volle Kursrisiko – multipliziert durch den Hebel der Verschuldung.

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