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Lanxess sieht keine umfassende Erholung in der Chemiebranche

Umsatzrückgang trotz Sparprogramm – Jahresprognose bleibt dennoch optimistisch

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Lanxess sieht keine umfassende Erholung in der Chemiebranche

Der Spezialchemiekonzern Lanxess sieht trotz einer wieder anziehenden Nachfrage weiterhin keine Anzeichen für eine umfassende Erholung. "Auch wenn wir in einzelnen Märkten eine leichte Belebung sehen, ist eine Erholung auf breiter Front weiter nicht in Sicht", erklärte Lanxess-Vorstandschef Matthias Zachert. Dies verdeutlicht die anhaltend schwierige Situation in der Chemiebranche, die seit längerer Zeit unter schwacher Nachfrage und hohen Produktionskosten leidet.

Im zweiten Quartal verzeichnete Lanxess einen Umsatzrückgang von 5,6 Prozent auf 1,68 Milliarden Euro, was vor allem auf sinkende Verkaufspreise zurückzuführen ist. Trotz dieser Entwicklung hält der Konzern an seiner Jahresprognose fest und erwartet einen Ergebnisanstieg von zehn bis zwanzig Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als der Betriebsgewinn 512 Millionen Euro betrug. Für das vierte Quartal rechnet das Unternehmen saisonbedingt mit einer gedämpften Entwicklung, bleibt jedoch optimistisch hinsichtlich des Gesamtjahresergebnisses.

Das Unternehmen bestätigte seine bereits zuvor gemeldeten Zahlen zum Betriebsgewinn (Ebitda) vor Sondereinflüssen, der im zweiten Quartal um bemerkenswerte 69 Prozent auf 181 Millionen Euro stieg. Dieser Anstieg wird vor allem dem Sparprogramm des Unternehmens zugeschrieben. Zudem profitierte Lanxess von einer besseren Auslastung, nachdem im Vorjahr ein signifikanter Lagerabbau bei den Kunden stattgefunden hatte. Diese Faktoren trugen dazu bei, dass Lanxess trotz des herausfordernden Marktumfelds ein solides Ergebnis erzielen konnte.

An der Börse wurden die Aussagen des Unternehmens positiv aufgenommen. Die im MDax notierte Lanxess-Aktie verzeichnete zeitweise einen Anstieg von über vier Prozent. Dies zeigt, dass die Marktteilnehmer die Bemühungen des Unternehmens zur Stabilisierung und Verbesserung der Geschäftslage trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche in der Branche honorieren.

Die Chemiebranche insgesamt, die lange Zeit unter schwacher Nachfrage und hohen Produktionskosten gelitten hat, zeigt inzwischen Anzeichen einer Erholung. Der Branchenverband VCI erwartet in diesem Jahr einen Anstieg der Produktion um 3,5 Prozent sowie ein Plus beim Branchenumsatz von 1,5 Prozent. Auch andere Unternehmen der Branche, wie Evonik, BASF und Covestro, haben auf die Herausforderungen reagiert und Sparmaßnahmen, einschließlich Stellenabbau, angekündigt, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Trotz dieser Maßnahmen bleiben die Aussichten für die Branche insgesamt verhalten optimistisch.

ChemiebrancheLanxessAktienWirtschaft

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