LA28-Chef Wasserman verkauft Talentagentur nach Epstein-Maxwell-Kontroversen
Olympia-Organisator leitet Verkaufsprozess ein und entschuldigt sich bei Mitarbeitern für vergangene Fehler

Casey Wasserman, Vorsitzender der Olympischen Spiele Los Angeles 2028, hat den Verkauf seiner Talentagentur eingeleitet. Dieser Schritt erfolgt nach massiver öffentlicher Kritik an seinen früheren Verbindungen zu Ghislaine Maxwell und Jeffrey Epstein. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf ein internes Firmenmemo.
In der Mitteilung an seine Mitarbeiter erklärte Wasserman, er sei zu einer "Ablenkung" für die Arbeit des Unternehmens geworden. "Es tut mir zutiefst leid, dass meine persönlichen Fehler in der Vergangenheit Ihnen so viel Unbehagen bereitet haben", schrieb der Unternehmer. Er betonte, die Situation sei weder gegenüber den Mitarbeitern noch gegenüber Kunden und Partnern fair.
Die Kontroverse hatte in den vergangenen Wochen an Schärfe gewonnen. Popstar Chappell Roan kündigte Anfang dieser Woche ihre Zusammenarbeit mit Wassermans Agentur. Zudem mehrten sich Forderungen nach seinem Rücktritt als Chef des Organisationskomitees für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.
Wasserman bestreitet enge Beziehung zu Epstein
Wasserman hat wiederholt erklärt, keine persönliche oder geschäftliche Beziehung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unterhalten zu haben. Er entschuldigte sich für seine Verbindung zu Ghislaine Maxwell und betonte, diese habe vor dem Bekanntwerden der Verbrechen bestanden. Maxwell wurde 2021 wegen Beihilfe zu Epsteins Sexualverbrechen verurteilt.
Das Organisationskomitee LA28 teilte Anfang dieser Woche mit, Wasserman werde trotz der Kontroversen Vorsitzender der Olympischen Spiele bleiben. Eine interne Prüfung habe ergeben, dass seine Beziehungen zu Maxwell und Epstein nicht über das bereits öffentlich dokumentierte Maß hinausgingen.
Keine Stellungnahme der Talentagentur
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Zur AktienanalyseDie Talentagentur Wasserman reagierte außerhalb der regulären Geschäftszeiten nicht auf Anfragen zur Stellungnahme. Details zum Verkaufsprozess oder möglichen Interessenten wurden bislang nicht bekannt. Die Agentur vertritt zahlreiche Sportler, Entertainer und Unternehmen und gilt als eine der führenden Talentvertretungen in den USA.
Die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles sind die ersten Sommerspiele in den USA seit Atlanta 1996. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, wobei viele bestehende Sportstätten genutzt werden sollen, um Kosten zu senken.


