Kupferpreis: UBS erwartet Anstieg auf 14.000 Dollar je Tonne
Nach einer starken Rallye konsolidiert der Kupferpreis bei rund 13.000 Dollar pro Tonne. UBS-Strategen prognostizieren jedoch weiteres Aufwärtspotenzial durch Versorgungsengpässe und erwartete Nachfrageerholung in China.

Die Kupferpreise haben nach einer kräftigen Aufwärtsbewegung eine Verschnaufpause eingelegt und pendeln derzeit um die Marke von 13.000 Dollar je Tonne. Höhere Preise dämpften zuletzt die Nachfrage aus China, während gleichzeitig steigende Lagerbestände kurzfristigen Druck auf die Notierungen ausübten.
Zollrisiken und Angebotsengpässe stützen
Laut den UBS-Strategen Dominic Schnider und Wayne Gordon wurde die jüngste Preisrallye vor allem durch Sorgen über mögliche US-Zölle auf Kupferimporte sowie anhaltende Unterbrechungen in der Minenversorgung angetrieben. Diese Faktoren dürften das gesamte Jahr 2025 über relevant bleiben. Während die COMEX-Lagerbestände in den USA zulegen, bleiben die Bestände außerhalb der USA konstant niedrig.
Chinesische Nachfrage temporär schwach
Auf der Nachfrageseite verzeichnet China eine deutliche Abschwächung. Die Importe von Rohkupfer fielen im Jahr 2025 auf Mehrjahrestiefs und sanken um 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die gestiegenen Preise schränkten das Kaufinteresse merklich ein. Mit dem bevorstehenden Chinesischen Neujahrsfest dürfte die saisonale Kaufzurückhaltung die Aktivität kurzfristig weiter bremsen.
Die Lagerbestände an der Shanghai Futures Exchange sind seit Ende 2024 um rund 80.000 Tonnen gestiegen – ein typischer saisonaler Aufbau im ersten Quartal. Dieser Anstieg spiegelt die gedämpfte Nachfragedynamik wider.
Konjunkturmaßnahmen sollen Nachfrage beleben
Über die kurzfristige Konsolidierung hinaus erwarten die UBS-Analysten eine Erholung der chinesischen Nachfrage nach der Feiertagsperiode. Die Politbüro-Sitzung im Dezember bekräftigte die Ausweitung der Binnennachfrage als Hauptziel für 2026. Zusätzliche Konjunkturmaßnahmen sollen den Konsum weiter stärken und damit auch die Kupfernachfrage ankurbeln.
Strukturelle Angebotsdefizite erwartet
Auf der Angebotsseite bleiben die Aussichten angespannt. Chile kämpft mit sinkenden Erzgehalten und betrieblichen Herausforderungen, während Peru Schwierigkeiten hat, die Produktion zu steigern. Große Produzenten haben ihre Produktionsprognosen bereits nach unten korrigiert, was auf begrenztes Angebotswachstum in diesem Jahr hindeutet.
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Zur AktienanalyseKnappe Bedingungen auf den Kupferkonzentrat- und Schrottmärkten dürften zusätzlich die raffinierte Produktion einschränken. Die UBS prognostiziert für 2026 ein Marktdefizit von etwa 407.000 Tonnen. "Folglich dürften die Lagerbestände sinken und die Kupferpreise in Richtung 14.000 Dollar pro Tonne oder darüber hinaus treiben", so Schnider und Gordon.
Konsolidierung als Einstiegschance
Die spekulative Positionierung hatte sich während der jüngsten Rallye erhöht und beginnt sich nun aufzulösen. Diese Dynamik könnte die Preise im ersten Quartal nahe 12.500 Dollar pro Tonne konsolidieren lassen. Die UBS-Strategen betonen jedoch, dass die zugrunde liegende Angebots-Nachfrage-Lage angespannt bleibe und nicht auf eine Trendumkehr hindeute. Etwaige Rücksetzer könnten Anlegern Gelegenheiten bieten, ihr Engagement zu erhöhen.


