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Kupferpreis fällt auf Einwochentief – China-Daten belasten

Schwache Industriedaten aus China und steigende Ölpreise drücken den Kupferpreis auf den tiefsten Stand seit einer Woche.

Kupferpreis fällt auf Einwochentief – China-Daten belasten

Die Kupferpreise sind am Montag auf den niedrigsten Stand seit einer Woche gefallen. Das Benchmark-Kupfer an der London Metal Exchange (LME) verlor bis 09:38 Uhr GMT rund 0,7 Prozent und notierte bei 13.465 US-Dollar pro Tonne. Zuvor hatte das Metall ein Tagestief von 13.394,50 US-Dollar pro Tonne markiert.

Damit hat sich Kupfer seit seinem jüngsten Hoch der vergangenen Woche deutlich verbilligt. Das Metall war in der Vorwoche noch auf ein 3,5-Monats-Hoch von 14.196,50 US-Dollar pro Tonne gestiegen – seitdem beläuft sich der Rückgang auf rund 5 Prozent.

Enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China als Auslöser

Als Hauptursache für den Preisrückgang gelten schwache Konjunkturdaten aus China. Laut Marktteilnehmern veranlassten die Zahlen Fonds und Händler dazu, bestehende Long-Positionen aufzulösen – also auf steigende Preise ausgerichtete Wetten zu schließen. Das drückte den Kupferpreis spürbar nach unten.

Chinas Industrieproduktion wuchs im April im Jahresvergleich lediglich um 4,1 Prozent. Im März hatte das Wachstum noch bei 5,7 Prozent gelegen. Besonders auffällig: Der Wert verfehlte die Prognose einer Reuters-Umfrage von 5,9 Prozent deutlich und markierte die langsamste Expansion seit Juli 2023. Für den Kupfermarkt ist China von zentraler Bedeutung, da das Land der weltweit größte Verbraucher des Industriemetalls ist.

Kupfer gilt als wichtiger Konjunkturindikator, da es in zahlreichen Industrien eingesetzt wird – von der Baubranche über die Elektroindustrie bis hin zur Fertigung von Fahrzeugen und Elektronik. Schwächere Industriedaten aus China signalisieren daher eine potenziell geringere Nachfrage nach dem Metall, was sich direkt auf den Preis auswirkt.

Steigende Ölpreise verschärfen den Druck

Zusätzlichen Gegenwind erhielt Kupfer durch den Anstieg der Rohölpreise. Die Brent-Rohöl-Futures stiegen um mehr als 1 Prozent auf über 110 US-Dollar pro Barrel. Auslöser waren Berichte über einen Angriff auf ein Kernkraftwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie ins Stocken geratene Bemühungen zur Beendigung des US-israelischen Krieges gegen den Iran.

Steigende Energiepreise erhöhen die Produktionskosten in der Industrie und können die wirtschaftliche Aktivität insgesamt dämpfen. Dies verstärkt die ohnehin bestehenden Sorgen über die globale Nachfrage nach Industriemetallen wie Kupfer.

Für Anleger bleibt die Entwicklung in China der entscheidende Faktor für die weitere Preisentwicklung bei Kupfer. Sollten sich die Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte weiter abschwächen, könnte der Druck auf das Metall anhalten. Gleichzeitig sorgen geopolitische Spannungen im Nahen Osten für erhöhte Unsicherheit an den Rohstoffmärkten insgesamt.

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