Kühne+Nagel: Gewinn bricht 2025 um 25 Prozent ein
Der Schweizer Logistikkonzern verzeichnet einen deutlichen Gewinnrückgang, übertrifft aber die Analystenerwartungen.

Kühne+Nagel hat für das Geschäftsjahr 2025 einen erheblichen Gewinneinbruch gemeldet. Der Reingewinn des Schweizer Logistikkonzerns sank um 25 Prozent auf 925 Millionen Franken. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) fiel um 17 Prozent auf 1,38 Milliarden Franken.
Der Nettoumsatz schrumpfte leicht um ein Prozent auf 24,48 Milliarden Franken. Trotz des Gewinnrückgangs übertrafen die Ergebnisse die Analystenerwartungen: Experten hatten laut einer unternehmenseigenen Umfrage mit einem Umsatz von 24,7 Milliarden Franken, einem Betriebsergebnis von 1,31 Milliarden Franken und einem Nettogewinn von 916 Millionen Franken gerechnet.
Die Aktionäre erhalten eine Dividende von 6,00 Franken je Aktie. Kühne+Nagel betonte zugleich, seine weltweite Spitzenposition bei See- und Luftfrachtvolumen behauptet zu haben. Im Luftfrachtgeschäft konnte der Konzern sogar Marktanteile hinzugewinnen.
Kostensenkung und KI-Offensive
Im vierten Quartal startete Kühne+Nagel ein Kostensenkungsprogramm mit einem Zielvolumen von über 200 Millionen Franken. Durch den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz verspricht sich der Konzern ab 2027 deutliche Effizienzgewinne. Damit reagiert das Unternehmen auf den anhaltenden Margendruck im globalen Logistikmarkt.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseFür das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt Kühne+Nagel ein bereinigtes Ebit zwischen 1,2 und 1,4 Milliarden Franken an. Die Prognosespanne signalisiert, dass das Management die Unsicherheiten im Welthandel ernst nimmt. Privatanleger sollten die weitere Entwicklung des Kostenprogramms und die KI-Initiativen als wichtige Indikatoren für die künftige Profitabilität im Blick behalten.

