Kuba: Treibstoffkrise spitzt sich zu – Flugverkehr steht still
Die kubanische Regierung hat angekündigt, dass internationale Fluggesellschaften aufgrund akuter Treibstoffknappheit nicht mehr auf der Karibikinsel auftanken können. Der Engpass tritt ein, nachdem US-Präsident Donald Trump Zölle gegen Länder angedroht ha

Die Energiekrise in Kuba verschärft sich dramatisch: Internationale Fluggesellschaften können ab sofort nicht mehr auf kubanischen Flughäfen auftanken. Die kubanische Regierung gab am Sonntag bekannt, dass dem Land der Flugtreibstoff ausgehe, wie die Nachrichtenagentur EFE unter Berufung auf zwei Quellen berichtete. Alle internationalen Flughäfen des Inselstaats sind von der Kerosinknappheit betroffen, die voraussichtlich den gesamten nächsten Monat anhalten wird.
Trump verschärft Druck auf kommunistischen Inselstaat
Die Treibstoffkrise steht in direktem Zusammenhang mit der verschärften Kuba-Politik der Trump-Administration. Ende Januar erklärte US-Präsident Trump die kubanische Regierung zu einer "ungewöhnlichen und außerordentlichen Bedrohung" und rief einen nationalen Notstand aus. In einer Exekutivverordnung kündigte er an, Zölle gegen Länder zu verhängen, die Kuba direkt oder indirekt mit Öl beliefern. Als Begründung nannte Trump Kubas Verbindungen zu China, Russland und dem Iran sowie Menschenrechtsverletzungen und die kommunistische Führung, die die Region "durch Migration und Gewalt" destabilisieren würden.
Drastische Rationierungsmaßnahmen eingeleitet
Angesichts der sich verschärfenden Energiekrise hat Kuba bereits am Freitag umfassende Notfallmaßnahmen angekündigt. Der Plan sieht Beschränkungen für den Treibstoffverkauf, die Schließung von Tourismuseinrichtungen und verkürzte Schultage vor. Besonders einschneidend: Die Arbeitswoche in staatlichen Unternehmen wird auf vier Tage reduziert – von Montag bis Donnerstag. Diese Maßnahmen sollen grundlegende Dienstleistungen schützen und die verbliebenen Treibstoffvorräte für Schlüsselsektoren rationieren.
Internationale Reaktionen und diplomatische Bemühungen
Russland, das freundschaftliche Beziehungen zu Kuba unterhält, bezeichnete die Treibstoflage in Havanna am Montag als "wahrhaft kritisch". Kubas Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla verurteilte die US-Zollandrohungen "aufs Schärfste" und warf Washington in einer Erklärung vom 30. Januar "Erpressung und Nötigung" vor, um andere Länder zur Beteiligung an der "weltweit verurteilten Blockadepolitik" zu bewegen.
Mexiko signalisiert Hilfsbereitschaft
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Zur AktienanalyseEinen Hoffnungsschimmer bietet Mexiko: Präsidentin Claudia Sheinbaum kündigte vergangene Woche an, ab Montag humanitäre Hilfe nach Kuba zu senden. Ihre Regierung arbeite zudem an einer diplomatischen Lösung, um die Öllieferungen an die Karibikinsel wieder aufzunehmen. Mexiko hatte die Lieferungen von Rohöl und raffinierten Produkten nach Kuba unter dem Druck der Trump-Administration vorübergehend eingestellt.
Die aktuelle Entwicklung verschärft die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage Kubas erheblich und droht, den für das Land wichtigen Tourismussektor weiter zu beeinträchtigen. Wie lange die Krise andauern wird, hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung der diplomatischen Beziehungen und möglichen Lösungsansätzen ab.


