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Krypto-Comeback: Trader setzen massiv auf Coinbase und Bitcoin

Bitcoin erreicht höchsten Stand seit Mitte Juni – Optionshändler wetten mit Millionenbeträgen auf eine breite Krypto-Erholung.

Krypto-Comeback: Trader setzen massiv auf Coinbase und Bitcoin

Bitcoin hat am Dienstag kräftig zugelegt und den höchsten Stand seit Mitte Juni erreicht. Während der S&P 500 in den vergangenen fünf Handelstagen kaum vom Fleck kam, gewinnen Krypto-Assets spürbar an Dynamik. Für viele Marktteilnehmer stellt sich nun die Frage: Ist dies das Comeback, auf das Krypto-Bullen fast ein Jahr lang gewartet haben?

Die Antwort aus dem Optionsmarkt fällt eindeutig aus. Händler stürzen sich auf Call-Optionen von Aktien, die eng mit der digitalen Anlageklasse verknüpft sind – allen voran Coinbase Global, Michael Saylors Strategy sowie den iShares Bitcoin Trust ETF (IBIT). Die Optionsflüsse signalisieren dabei einen klaren Optimismus.

Coinbase im Mittelpunkt des Handelsgeschehens

Die Aktie von Coinbase Global stieg am Dienstag um rund 11 Prozent und notierte bei etwa 178 US-Dollar. Damit erholte sie sich deutlich von ihrem Tief Anfang des Monats, als das Papier unter 150 US-Dollar gefallen war – ein Niveau, das die Aktie seit Anfang 2024 mehrfach getestet und gehalten hat und damit als starke Unterstützungszone gilt.

Die Optionsaktivität bei Coinbase war dabei besonders auffällig. Mehr als 114.000 Call-Kontrakte wurden gehandelt, gegenüber knapp 50.000 Puts. Das Verhältnis der gekauften Calls zu den Puts lag bei mehr als vier zu eins – ein klares Zeichen für bullishe Marktstimmung. Bis Dienstagmittag wurden laut Daten des Analyseanbieters SpotGamma Optionsprämien für Coinbase im Wert von mehr als 100 Millionen US-Dollar gehandelt, wovon allein 80 Millionen US-Dollar auf Call-Kontrakte entfielen.

Der nach Volumen meistgehandelte Kontrakt war ein Call mit einem Basispreis von 190 US-Dollar und Verfall am Freitag. Dieser Trade setzt auf eine weitere Rally von mindestens 7,5 Prozent, um in die Gewinnzone zu gelangen – ein ambitioniertes, aber angesichts der Marktdynamik nicht unrealistisches Ziel.

Robinhood und IBIT: Breite Wetten auf Krypto-Erholung

Auch bei Robinhood Markets spiegelte sich der Optimismus wider. Von insgesamt 170.000 gehandelten Kontrakten der Broker-Aktie entfielen 125.000 auf Calls. Laut Daten von ThinkOrSwim wurden dabei sechsmal so viele Calls wie Puts gekauft. Bullishe Wetten auf Broker wie Robinhood und Coinbase zahlen sich in der Regel dann am stärksten aus, wenn die Kryptopreise steigen – da höhere Kurse mehr Handelsaktivität und damit mehr Gebühreneinnahmen bedeuten.

Beim iShares Bitcoin Trust ETF IBIT, dem größten Bitcoin-Spot-ETF in den USA, wurden mehr als doppelt so viele Calls wie Puts gekauft. Allerdings wurden insgesamt mehr Calls verkauft als gekauft, was auf einen eher neutralen bis leicht bullishen Ausblick hindeutet – weniger aggressiv als bei Coinbase, aber dennoch positiv gestimmt.

Ein weiteres Signal, das Bitcoin-Bullen Hoffnung machen dürfte: Bei Strategy, dem Bitcoin-Treasury-Unternehmen von Michael Saylor, kauften Händler doppelt so viele Calls wie Puts. Strategy hatte im vergangenen Jahr mehr als 75 Prozent an Wert verloren und gilt als einer der Hauptfaktoren für die Unruhe am Kryptomarkt. Eine Erholung dieser Aktie würde als starkes Signal für das gesamte Krypto-Ökosystem gewertet werden.

Die Kombination aus steigendem Bitcoin-Kurs, massiven Call-Käufen bei Coinbase und Robinhood sowie dem wiedererwachten Interesse an Strategy-Optionen zeichnet ein konsistentes Bild: Der Markt preist eine Krypto-Erholung zunehmend ein. Ob sich diese Erwartung erfüllt, dürfte sich bereits in den kommenden Handelstagen zeigen.

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