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Kritische Mineralien aus China für US-Firmen kaum erreichbar

Chinas Exportkontrollen treffen US-Unternehmen hart – drei Viertel suchen bereits nach alternativen Bezugsquellen für Seltene Erden.

Kritische Mineralien aus China für US-Firmen kaum erreichbar

Der Zugang der USA zu kritischen Mineralien aus China bleibt trotz eines Handelsabkommens zwischen Washington und Peking äußerst schwierig. Das berichtet der U.S.-China Business Council (USCBC) in einem aktuellen Bericht, der auf einer Mitgliederbefragung aus Februar und März basiert. Demnach sind einige Seltenerdelemente für US-Unternehmen weiterhin „nahezu unerreichbar".

China hatte im April 2025 als Reaktion auf die Zölle von US-Präsident Donald Trump Exportkontrollen für bestimmte Seltene Erden eingeführt. Diese Mineralien sind für die moderne Fertigung unverzichtbar – von Elektronik über Rüstungstechnik bis hin zur Luft- und Raumfahrt. Besonders betroffen sind Samarium-Kobalt-Magnete, die für Hochtemperaturanwendungen in der Verteidigung und Raumfahrt benötigt werden, sowie Yttrium und Cadmium.

Abkommen mit China zeigt kaum Wirkung

Trotz eines Abkommens zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, in dem das Weiße Haus erklärte, China habe sich zur „effektiven Beseitigung" aller Exportkontrollen für kritische Mineralien verpflichtet, bleibt die Lage angespannt. „Trotz einiger Fortschritte bleibt das Vertrauen in den langfristigen Zugang gering", schreibt der USCBC in seinem Bericht.

Die Umfrage unter 38 betroffenen Unternehmen zeigt das Ausmaß der Unsicherheit: 29 Prozent der befragten Firmen wechseln aktiv zu nicht-chinesischen Lieferanten, während 47 Prozent nach Alternativen suchen, diese aber noch nicht gefunden haben. Insgesamt suchen damit rund drei Viertel der betroffenen Unternehmen nach neuen Bezugsquellen.

USCBC-Präsident Sean Stein kommentierte gegenüber Reuters: „China erzwingt diese Diversifizierung weg von China und weckt im Unternehmenssektor ein starkes Interesse daran, Alternativen zu finden." Stein warnte jedoch, dass es für die USA trotz aller Bemühungen schwierig sein werde, die Versorgungsprobleme in den nächsten drei Jahren zu beseitigen.

Chinas Dominanz reicht über den Abbau hinaus

Kyle Sullivan, Vizepräsident des USCBC, betonte, dass die Herausforderung nicht nur beim Abbau der Rohstoffe liege. China dominiere auch die Verarbeitung und Herstellung fertiger Seltenerdmagnete, was die Suche nach Alternativen zusätzlich erschwere. Die Trump-Administration hat zwar konzertierte Anstrengungen unternommen, um Minerallieferketten in den USA und Partnerländern aufzubauen – doch kurzfristig bleibt die Abhängigkeit von China bestehen.

Stein forderte daher ein Eingreifen des Kongresses: „Das ist ein perfekter Fall für ein Eingreifen des Kongresses, da dies nicht von der Trump-Administration allein gelöst werden kann." Die geopolitische Unsicherheit bremst auch die Investitionsbereitschaft: Laut dem USCBC-Bericht planen nur 49 Prozent der 134 befragten Unternehmen, in diesem Jahr in China zu investieren.

Geschäftsklima für ausländische Firmen trübt sich ein

Der USCBC-Bericht zeichnet ein insgesamt düsteres Bild des chinesischen Geschäftsumfelds für ausländische Unternehmen. „Chinas Geschäftsumfeld für ausländische Unternehmen verbessert sich nicht. Die Unterstützung des Landes für einheimische Unternehmen, unter anderem durch Industriepolitik und Vorzugsbehandlung bei der öffentlichen Auftragsvergabe, macht die Gewinne aus den formalen Marktöffnungen zunichte", heißt es im Bericht.

Für deutsche und europäische Unternehmen, die ebenfalls stark auf Seltene Erden aus China angewiesen sind, verdeutlicht die Situation die strategische Verwundbarkeit westlicher Lieferketten. Die Abhängigkeit von chinesischen Rohstoffen und Verarbeitungskapazitäten bleibt eine der drängendsten wirtschaftspolitischen Herausforderungen für westliche Industrienationen.

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