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Kritik an Helsings Drohnen im Ukraine-Einsatz

Preis, Technik und Partnerschaften des KI-Start-ups sorgen für Diskussionen

Kritik an Helsings Drohnen im Ukraine-Einsatz

Das Rüstungsunternehmen Helsing, gegründet im Jahr 2021 von drei Deutschen, hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem der bedeutendsten Verteidigungs-Start-ups Europas entwickelt. Mit einer Bewertung von über fünf Milliarden Euro und Aufträgen in Millionenhöhe ist das Unternehmen stark in die militärische Aufrüstung Europas eingebunden. Dabei stützt sich Helsing auf künstliche Intelligenz, die zur Auswertung von Sensordaten und zur Entscheidungsunterstützung auf dem Schlachtfeld eingesetzt wird. Die Technologie kommt unter anderem in der Ukraine zum Einsatz.

Trotz dieses rasanten Aufstiegs steht das Unternehmen zunehmend in der Kritik. Soldaten und Militärexperten aus der Ukraine, einem der Haupteinsatzgebiete von Helsings Drohnentechnologie, äußerten Zweifel an der Leistungsfähigkeit der Systeme. Besonders die mit Helsing-Software ausgestattete HF-1-Drohne wurde wiederholt als überteuert und technisch wenig innovativ bezeichnet. Frontsoldaten berichteten von fehlerhafter Software und einem einfachen Zielsystem. Zudem wurden Sorgen laut, dass der hohe Preis der Drohnen zu Hemmungen bei der Nutzung im Gefecht führen könnte.

Helsing verteidigt seine Produkte und betont, dass die Kritik nicht repräsentativ für die Rückmeldungen aus über hundert Einsätzen sei. Das Unternehmen verweist auf erfolgreiche Drohneneinsätze ohne Bedienersteuerung sowie auf Bewertungen durch ukrainische Behörden, die die Zielsoftware als erstklassig eingestuft hätten. Die Preise der Drohnen wurden von Helsing nicht öffentlich bestätigt, jedoch hieß es, die Preisgestaltung entspreche den Standards der Verteidigungsministerien in Deutschland und der Ukraine.

Ein früher geplanter Kooperationsvertrag mit Rheinmetall wurde beendet, bevor es zur technischen Zusammenarbeit kam. Auch in der Geschäftsentwicklung wurde Kritik laut, Helsing sei intransparent und neige zur Selbstüberschätzung. Trotz dieser Vorwürfe konnte das Unternehmen Aufträge gewinnen, unter anderem zur Sicherung der litauischen Grenze. Die HX-2-Drohne, ein neues Modell mit Navigationsfähigkeit ohne Satellitenanbindung, wird aktuell in Europa getestet. Helsing plant, 1.000 Stück pro Monat zu produzieren und 6.000 davon an die Ukraine zu liefern.

Die öffentliche Diskussion um Preis und Leistungsfähigkeit der Systeme hat auch Konkurrenzunternehmen wie Quantum Systems und Stark Defence auf den Plan gerufen. Kritiker werfen Helsing vor, militärische Notlagen für Marketingzwecke zu nutzen. Das Unternehmen weist diese Vorwürfe zurück und betont, sich künftig transparenter aufzustellen.

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