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Kritik am geplanten Gebäudeenergiegesetz wächst

Verbraucherschützer fordern Überarbeitung der Fördergrenzen, während die Energiewende in Privathaushalten an Fahrt gewinnt

Kritik am geplanten Gebäudeenergiegesetz wächst

Das geplante Gebäudeenergiegesetz (GEG) sorgt für Diskussionen. Verbraucherschützer kritisieren insbesondere die vorgesehene Begrenzung der förderfähigen Kosten für den Heizungsaustausch auf 30.000 Euro für ein Einfamilienhaus. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) fordert, dass die Kosten für den Austausch von Heizungen nicht reduziert werden sollten, da Maßnahmen wie der Einbau neuer Heizkörper oder die Erschließung von Erdwärme regelmäßig mehr als 30.000 Euro kosten.

Die Kritik kommt vor dem Hintergrund, dass der Bundestag das Heizungsgesetz am kommenden Freitag verabschieden will. Die neue Förderrichtlinie soll ab dem 1. Januar 2024 gelten und sieht vor, den Zuschuss für den Einbau einer neuen Heizung auf bis zu 70 Prozent zu erhöhen. Allerdings soll die Obergrenze der förderfähigen Kosten von derzeit 60.000 Euro im Jahr gesenkt werden.

Der vzbv begrüßt grundsätzlich den bevorstehenden Beschluss und betont die Bedeutung der Planungssicherheit für private Haushalte. Ramona Pop, die Chefin des vzbv, kritisiert jedoch, dass die Debatte vor der Sommerpause unsachlich geführt wurde und viele Verbraucher verunsichert sind. Sie fordert, das Gesetz in naher Zukunft zu überprüfen und auch Vorgaben für die Energieeffizienz von Gebäuden neu zu regeln.

Die Energiewende ist in Deutschland bereits in vollem Gange. Laut der staatlichen Förderbank KfW nutzen bereits 32 Prozent der Haushalte mindestens eine klimafreundliche Technologie. Trotz der positiven Entwicklung gibt es jedoch auch Hindernisse. Wirtschaftliche Gründe stehen an erster Stelle: 41 Prozent der Immobilieneigentümer können sich Investitionen wie Dämmung oder neue Fenster nicht leisten. Zudem wird die Energiewende durch die mangelnde Verfügbarkeit von Handwerkern gebremst, was 27 Prozent der Befragten als Hindernis sehen.

Insgesamt zeigt sich, dass die Energiewende von der Bevölkerung grundsätzlich positiv aufgenommen wird, aber finanzielle und praktische Hürden bestehen. Es bleibt abzuwarten, wie der Bundestag und die Regierung auf die Kritik der Verbraucherschützer reagieren werden.

Robert HabeckEnergiepolitik

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