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Kreditkartenpunkte jetzt einlösen: Experte warnt vor Wertverlust durch Trump-Vorschlag

Zinsobergrenze könnte Prämienprogramme verändern – doch es gibt wichtigere Gründe zum Handeln

Kreditkartenpunkte jetzt einlösen: Experte warnt vor Wertverlust durch Trump-Vorschlag

Kreditkartennutzer sollten ihre gesammelten Punkte zeitnah einlösen, rät Nick Ewen, Leitender Redaktionsdirektor bei The Points Guy. Der Grund liegt jedoch weniger in der von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Zinsobergrenze von 10 Prozent, sondern in grundsätzlichen Mechanismen von Prämienprogrammen. "Schon bevor dies angekündigt wurde, hätten Sie Ihre Punkte ausgeben sollen", betont der Experte.

Trumps Vorschlag einer temporären Zinsobergrenze für Kreditkarten könnte zwar die Einnahmen der Kartenemittenten schmälern und damit indirekt Prämienprogramme beeinflussen. Die Unsicherheit über die tatsächliche Umsetzung macht eine konkrete Prognose jedoch unmöglich. Emittenten könnten als Reaktion die Anzahl sammelbarer Punkte reduzieren, Einlösekosten erhöhen oder Vergünstigungen streichen.

Programmänderungen als Hauptrisiko

Das größere Risiko für Punktesammler liegt in der Flexibilität der Anbieter: Hotel-, Fluggesellschafts- und Kreditkarten-Prämienprogramme können ihre Bedingungen jederzeit ändern – oft ohne Vorankündigung. "Sie wissen nicht, was die Zukunft bringen wird", warnt Ewen. Solche Änderungen fallen selten zugunsten der Kunden aus. Das Horten von Punkten könne sich daher "wirklich rächen", wenn sich das Programm signifikant ändere.

Besonders attraktive Einlösequoten oder Übertragungsoptionen auf Treueprogramme sollten Karteninhaber sofort nutzen, solange sie verfügbar sind. Anders als Geld auf Spar- oder Anlagekonten generieren Kreditkartenpunkte keine Zinsen. Ihr realer Wert sinkt durch Inflation kontinuierlich – Punkte im Gegenwert von 100 Dollar bleiben nominal gleich, auch wenn Flugpreise steigen.

Strategischer Umgang mit Punkten

"Die Idee, Ihre Punkte jetzt zu nutzen, hält Geld in Ihrer Tasche, das für andere Situationen verwendet werden kann", erklärt Ewen. Eine Wertsteigerung durch bloßes Liegenlassen sei ausgeschlossen. Die optimale Punktereserve hängt von individuellen Einlösemöglichkeiten ab. Für Notfälle wie Last-Minute-Flüge kann ein kleiner Puffer sinnvoll sein.

Kreditkartenpunkte werden hauptsächlich durch Händlergebühren bei Transaktionen finanziert, ergänzt durch Zinsen und Kartengebühren. Diese Einnahmestruktur erklärt, warum regulatorische Eingriffe wie Zinsobergrenzen Prämienprogramme unter Druck setzen könnten. Für deutsche Karteninhaber mit internationalen Kreditkarten gelten ähnliche Mechanismen, auch wenn US-Regelungen nicht direkt greifen.

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