Krankmeldungen aufgrund von Corona-Erkrankungen steigen stark an
Deutlicher Anstieg der Krankmeldungen im Jahr 2022: Analyse der Barmer-Krankenkasse liefert Details

Die Corona-Pandemie hat im Jahr 2022 zu einem signifikanten Anstieg der Krankschreibungen in Deutschland geführt. Dies geht aus einer Analyse der Krankenkasse Barmer hervor. Im Dezember 2022 gab es die meisten Krankmeldungen des Jahres, wobei der Anteil von Krankschreibungen mit Corona-Diagnose im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt war. Laut der Analyse war der Anteil von Krankschreibungen mit einer Corona-Diagnose unter allen Arbeitsunfähigkeiten zu jedem Zeitpunkt höher als im Jahr 2021. Im Juli 2022 lag der Anteil bei 20,2 Prozent.
Die Barmer-Analyse zeigt auch regionale Unterschiede. Sachsen-Anhalt war der Spitzenreiter in Deutschland, wo sich im Dezember 268 Menschen je 1000 Anspruchsberechtigte krankschreiben ließen. Im selben Zeitraum waren es in Bayern hingegen nur 202. Die Ergebnisse der Barmer-Analyse decken sich mit den Zahlen anderer Krankenkassen. Die Techniker-Krankenkasse und die DAK-Gesundheit veröffentlichten im Januar ebenfalls Zahlen zu Krankmeldungen. Die DAK-Gesundheit verzeichnete 2022 den höchsten Krankenstand seit Start der Analysen im Jahr 1997.
Verantwortlich für den Anstieg der Krankmeldungen sind hauptsächlich Atemwegserkrankungen und die Überbelastung von Pflegekräften während der Pandemie. Der Anstieg des Krankenstands in Deutschland hängt auch mit der neuen elektronischen Meldung der Krankschreibungen zusammen, so die DAK-Gesundheit. Die Ergebnisse der Analyse sollen helfen, die Auswirkungen der Pandemie auf die Gesundheit der Beschäftigten in Deutschland zu verstehen und die notwendigen Schritte zu ergreifen, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern.
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