Krankenstand 2023 auf Rekordhöhe
Atemwegs- und psychische Erkrankungen treiben Fehltage hoch

Im Jahr 2023 erreichten die Krankheitsausfälle in der Arbeitswelt in Deutschland erneut einen Höchststand, wie aus einer Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit hervorgeht. Die Analyse offenbart, dass Beschäftigte im Durchschnitt 20 Tage im Jahr krankheitsbedingt fehlten, was einem Krankenstand von 5,5 Prozent entspricht. Dieser Wert stellt, wie schon im Vorjahr 2022, einen Rekord dar und zeigt eine beunruhigende Tendenz in der Gesundheitslage der arbeitenden Bevölkerung.
Atemwegserkrankungen, wie Erkältungen, Bronchitis und Grippe, waren die Hauptursachen für die Fehlzeiten. Diese Erkrankungen führten zu 415 Fehltagen je 100 Versicherte. Ebenso bemerkenswert ist der Anstieg an psychischen Erkrankungen, darunter Depressionen, die zu 323 Fehltagen je 100 Versicherten beitrugen. Diese Zahlen spiegeln eine zunehmende Belastung wider, die nicht nur physischer, sondern auch psychischer Natur ist.
Die hohen Krankheitsraten haben weitreichende Auswirkungen auf die Wirtschaft und das gesellschaftliche Gefüge. Unternehmen und Behörden sehen sich mit erheblichen Störungen in ihren Arbeitsabläufen konfrontiert, insbesondere da der Fachkräftemangel zu einer immer dünneren Personaldecke führt. Langzeitkrankheitsfälle stellen dabei eine besondere Herausforderung dar.
DAK-Chef Andreas Storm betonte die Notwendigkeit einer "Offensive für das betriebliche Gesundheitsmanagement", um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken. Es geht dabei um mehr als nur die Behandlung akuter Krankheiten. Vielmehr muss ein umfassendes Konzept für die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz entwickelt werden, das sowohl physische als auch psychische Aspekte berücksichtigt.
Interessanterweise zeigt die Studie auch, dass nahezu zwei Drittel der Beschäftigten (64,5 Prozent) mindestens eine Krankschreibung im Jahr 2023 hatten, während 35,5 Prozent überhaupt nicht arbeitsunfähig gemeldet waren. Dies deutet auf eine hohe Varianz im Gesundheitszustand der Belegschaft hin und unterstreicht die Bedeutung individueller Präventionsmaßnahmen und Gesundheitsförderung.
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Zur AktienanalyseDie Ergebnisse dieser Auswertung, die auf Daten von 2,4 Millionen erwerbstätigen DAK-Versicherten basiert, liefern wichtige Erkenntnisse für die Zukunft der Arbeitswelt und der Gesundheitspolitik in Deutschland. Sie zeigen klar auf, dass Gesundheit am Arbeitsplatz in einem umfassenden Kontext betrachtet und angegangen werden muss, um die Arbeitsfähigkeit der Bevölkerung langfristig zu sichern und zu verbessern.


