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Kostenlose Hotel-Frühstücke in den USA unter Druck: Hyatt streicht Angebot

Hotelketten wie Hyatt und Holiday Inn überdenken das kostenlose Frühstück – Kostendruck trifft auf veränderte Gästeerwartungen.

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Kostenlose Hotel-Frühstücke in den USA unter Druck: Hyatt streicht Angebot

Das kostenlose warme Frühstück, seit den 1980er Jahren ein fester Bestandteil amerikanischer Mittelklasse-Hotels, steht vor einer ungewissen Zukunft. Hyatt Place hat bereits in 40 Hotels das kostenlose Frühstück gestrichen, Holiday Inn reduzierte das Angebot auf reine Buffet-Optionen. Hinter den Änderungen stehen massive Kosteneinsparungen in einer Branche mit ohnehin geringen Margen.

Die Rechnung geht für viele Hotelketten nicht mehr auf. Curtis Crimmins, CEO von Roomza, erklärt: "Das kostenlose Frühstück war ein Lockvogelangebot für Kundenbindung. Sobald es zur Erwartungshaltung wird statt zur positiven Überraschung, sind seine Tage gezählt." Mitchell Murray, CEO des Station House Inn, beziffert die Kosten auf 5 bis 7 Prozent des Gesamtumsatzes – eine erhebliche Belastung ohne nachweisbaren Buchungszuwachs.

Gary Leff vom Reiseblog "View from the Wing" sieht einen breiteren Trend: Hotels sparen an allen Ecken, von seltenerer Zimmerreinigung über Hygieneartikel in Großgebinden bis zum Verzicht auf Wecker in den Zimmern. Das Frühstück ist nur ein weiterer Posten auf der Sparliste.

K-förmige Erholung spaltet Hotelmarkt

Marriott-CEO Anthony Capuano beschreibt die aktuelle Lage als "K-förmige Wirtschaftserholung": Während das Luxussegment boomt, kämpfen mittlere und untere Preisklassen. Bei Marriott macht das Luxussegment nur 10 Prozent des Portfolios aus, war aber zuletzt das "echte Highlight". Diese Spaltung führt zu unterschiedlichen Frühstücksmodellen: Wohlhabende Gäste zahlen für Eggs Benedict und hausgemachte Croissants, während einkommensschwächere Reisende auf das kostenlose Buffet angewiesen sind.

Hyatt testet derzeit Buchungsoptionen ohne Frühstück in ausgewählten Hotels. Ein Unternehmenssprecher betont jedoch, dass "die meisten Hyatt Place Hotels in den USA weiterhin allen Gästen ein kostenloses Frühstück anbieten". Die Auswertungen laufen noch. Leff bezweifelt, ob Hyatt damit durchkommt: "Es ist noch unklar, ob Hyatt in Limited-Service-Hotels kein Frühstück anbieten kann. Viele Gäste gehen einfach davon aus, dass es kostenlos ist."

Gäste hängen am Frühstücksbuffet

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Laut der JD Power North America Hotel Guest Satisfaction Study 2025 nehmen 78 Prozent der Gäste das Hotelfrühstück in Anspruch. Bei Limited-Service-Marken der Mittelklasse stufen 47 Prozent das kostenlose Frühstück als "unverzichtbar" ein. Andrea Stokes von JD Power bestätigt: "Die Gäste bewerten das Frühstück weiterhin als wichtigen Bestandteil ihres Hotelaufenthalts."

Best Western hält am kostenlosen Frühstück fest. CEO Larry Cuculic erklärt: "Das Angebot vereinfacht den Aufenthalt, bietet erheblichen Mehrwert und beeinflusst Buchungs- und Loyalitätsentscheidungen." Durch die Einkaufsmacht des umfangreichen Hotelnetzwerks könne man Kosten kontrollieren und gleichzeitig Qualität wahren. Auch Holiday Inn Express bleibt beim bewährten Konzept: "Das Frühstück ist ein Hauptgrund, warum Reisende sich für uns entscheiden", so Justin Alexander, Vice President Global Brand Management.

Rita Chaddad, Dozentin für Gastgewerbemanagement an der Columbia Southern University, prognostiziert eine weitere Abschaffung bei Luxusmarken, während Mittelklasse-Hotels am Frühstück festhalten werden. "Für wertorientierte Reisende wird das Frühstück als Teil des Deals interpretiert. Sein Verlust kann die mentale Kalkulation beim Vergleich von Unterkünften erschweren", warnt Chaddad vor einem möglichen Rückschlag bei vollständiger Abschaffung.

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