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Kospi-Volatilität verdeckt positive Fundamentaldaten koreanischer Technologieaktien

Extreme Kursschwankungen am koreanischen Aktienmarkt überlagern laut BNP Paribas die eigentlich verbesserten Gewinnaussichten im Technologiesektor.

Kospi-Volatilität verdeckt positive Fundamentaldaten koreanischer Technologieaktien

Der koreanische Aktienmarkt leidet unter extremer Volatilität, die den Blick auf die eigentlichen Fundamentaldaten verstellt. Das stellt William Bratton, Leiter der Abteilung Cash Equity Research bei BNP Paribas, fest. Seit Jahresbeginn entfallen auf den Kospi bemerkenswerte 79% aller eintägigen Indexbewegungen von mehr als 5% in beide Richtungen unter den wichtigsten asiatischen Indizes.

Diese heftigen Kursschwankungen hätten laut Bratton eine problematische Nebenwirkung: Sie würden die „Attraktivität des Marktes verschleiern". Denn hinter den wilden Kursausschlägen verbergen sich durchaus positive Signale aus dem Unternehmenssektor.

Gewinnprognosen im Halbleitersektor gestiegen

Konkret sind die Gewinnprognosen für den Halbleiter- und Hardwaresektor für die Jahre 2027 und 2028 gestiegen. Darüber hinaus haben die aggregierten künftigen Gewinne seit Ende Juni um 7% zugenommen – ein klares Zeichen für eine fundamentale Stärke, die von der Marktvolatilität überdeckt wird.

Der aktuelle Ausverkauf scheint laut Bratton weniger mit den Unternehmensgrundlagen zu tun zu haben. Vielmehr treibe die Sorge um die Beständigkeit der KI-Ausgaben die Kursbewegungen. Korea steht damit im Zentrum einer globalen Debatte über die Nachhaltigkeit des technologischen Superzyklus rund um Künstliche Intelligenz.

Bratton fasst die Lage deutlich zusammen: „Wir erwarten, dass die Marktvolatilität hoch bleiben wird, da sich das Land im Zentrum der Debatte über die Nachhaltigkeit des KI-gestützten Technologie-Superzyklus und des daraus resultierenden Meinungswettstreits befindet." Für Anleger bedeutet das: Die Kursschwankungen dürften vorerst anhalten.

Japanische Aktien erholen sich moderat

Während Korea mit Volatilität kämpft, zeigt sich der japanische Aktienmarkt im frühen Handel etwas stabiler. Japanische Aktien notierten fester und erholten sich moderat von den Ausverkäufen bei Technologiewerten am Vortag. Chip- und Automobilwerte führten dabei die Gewinne an.

Kioxia Holdings legte um 7,6% zu, Toyota Motor notierte 2,3% höher. Der Nikkei-Index stieg um 0,9% auf 62.919,45 Punkte. Der US-Dollar stand bei 163,88 Yen, verglichen mit 163,70 Yen zum Börsenschluss in Tokio am Vortag.

Anleger beobachteten dabei nicht nur die Marktentwicklungen, sondern auch mögliche Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebs nach einem schweren Erdbeben in der südjapanischen Präfektur Kumamoto. Zusätzlich blieben die Entwicklungen im Nahen Osten im Fokus der Marktteilnehmer – zwei geopolitische Faktoren, die die Stimmung an den asiatischen Börsen weiterhin belasten könnten.

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