Kongsberg erhält 400-Millionen-Dollar-Auftrag für NASAMS-Lieferung nach Kuwait
Das norwegische Technologieunternehmen liefert sein Luftabwehrsystem über das US-Programm für Auslandsverkäufe von Militärgütern.

Kongsberg Gruppen hat einen Vertrag über rund 400 Millionen US-Dollar zur Lieferung seines Luftabwehrsystems NASAMS an Kuwait erhalten. Das norwegische Technologieunternehmen gab dies am Dienstag bekannt. Das Geschäft läuft über das US-Programm für Auslandsverkäufe von Militärgütern (Foreign Military Sales, FMS) in Zusammenarbeit mit dem US-Rüstungskonzern Raytheon.
Bei dem zu liefernden System handelt es sich um das „Norwegian Advanced Surface-to-Air Missile System", kurz NASAMS. Es ist ein mobiles Boden-Luft-Raketensystem, das Kongsberg gemeinsam mit Raytheon entwickelt hat. Laut Kongsberg soll das System Kuwait dabei helfen, seine Bevölkerung und Infrastruktur vor Bedrohungen aus der Luft zu schützen.
Hintergrund: Kuwait unter Beschuss
Der Auftrag fällt in eine sicherheitspolitisch angespannte Phase für Kuwait. In der vergangenen Woche war das Land Ziel von Raketen- und Drohnenangriffen. Die Islamische Revolutionsgarde des Iran gab an, diese Angriffe seien als Reaktion auf US-Angriffe gegen den Iran erfolgt. Der Bedarf an modernen Luftabwehrsystemen in der Region ist damit unmittelbar unterstrichen.
Das US-Programm Foreign Military Sales (FMS) ist ein staatlich verwaltetes Exportprogramm, über das die USA Verbündeten und Partnerländern Rüstungsgüter und Dienstleistungen verkaufen. Es ermöglicht Ländern wie Kuwait den Zugang zu westlicher Militärtechnologie unter US-amerikanischer Aufsicht. Kongsberg und Raytheon arbeiten im Rahmen dieses Programms als Partner zusammen.
NASAMS: Bewährtes System mit breiter Nutzerbasis
NASAMS ist kein unbekanntes System auf dem internationalen Rüstungsmarkt. Laut Angaben auf der Website von Kongsberg wird das Luftabwehrsystem bereits von 15 weiteren Ländern eingesetzt. Das unterstreicht die internationale Akzeptanz und Bewährtheit der Technologie.
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Zur AktienanalyseDas System gilt als flexibel und mobil einsetzbar und ist in der Lage, eine Vielzahl von Luftbedrohungen abzuwehren, darunter Raketen und Drohnen – genau jene Bedrohungsarten, denen Kuwait zuletzt ausgesetzt war. Für Kongsberg stellt der Auftrag einen bedeutenden Exporterfolg dar und festigt die Position des Unternehmens als wichtiger Akteur im globalen Luftabwehrmarkt.
Für deutsche Anleger und Beobachter des europäischen Verteidigungssektors ist der Auftrag ein weiteres Zeichen dafür, dass die Nachfrage nach modernen Luftabwehrsystemen weltweit stark zunimmt. Europäische Rüstungsunternehmen wie Kongsberg profitieren dabei zunehmend von der geopolitischen Lage und dem wachsenden Sicherheitsbedürfnis in Krisenregionen.


