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Kongo verschärft Vorgaben für Kobaltexporte

Neue Zertifikate und rasche Vorauszahlungen erhöhen Druck auf Produzenten

Kongo verschärft Vorgaben für Kobaltexporte

Die Demokratische Republik Kongo hat neue Bedingungen für den Export von Kobalt festgelegt, die den kürzlich eingeführten Quotamechanismus weiter präzisieren und zugleich die staatliche Kontrolle über das strategisch wichtige Batteriemetall stärken sollen. Laut einem gemeinsamen Rundschreiben der zuständigen Ministerien müssen Exporteure künftig eine Reihe zusätzlicher Vorgaben erfüllen, darunter die Vorauszahlung einer zehnprozentigen Lizenzgebühr innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung der Herkunfts- und Verkaufsdeklarationen. Zudem ist ein neues Konformitätszertifikat erforderlich, das im Rahmen eines erweiterten Prüfverfahrens ausgestellt wird.

Die Vorgaben traten unmittelbar in Kraft und sollen sicherstellen, dass alle Ausfuhren den neuen regulatorischen Anforderungen entsprechen. Die Regierung hatte zuvor ein mehrmonatiges Exportverbot aufgehoben und stattdessen ein Quotensystem eingeführt, das die Einnahmen steigern und die Überwachung des Sektors verbessern soll. Seit der Aufhebung des Verbots wurden jedoch noch keine Lieferungen abgewickelt, da Unternehmen versuchen, Klarheit über die neuen Abläufe zu gewinnen und die geforderten Nachweise vorzubereiten.

Die Anweisung sieht zudem vor, dass jede Ausfuhr physisch inspiziert und von mehreren Behörden begleitet wird. Für jede zu exportierende Menge muss künftig ein Quotenüberprüfungszertifikat ausgestellt werden, das zusammen mit weiteren Prüfunterlagen die Exportdokumentation ergänzt. Die Regulierungsbehörde ARECOMS ist dafür zuständig, die Einhaltung der neuen Regeln zu bestätigen und eine strategische Reserve von zehn Prozent der zugeteilten Mengen zu verwalten.

Für das vierte Quartal 2025 wurden 18.125 Tonnen an Exportquoten vergeben; für 2026 sind jährlich 96.600 Tonnen vorgesehen. Größere Produzenten erhielten die höchsten Zuweisungen, während Unternehmen zugleich vor möglichen Sanktionen bei Nichteinhaltung gewarnt wurden. Dazu kann unter anderem der Entzug von Lizenzen gehören. Innerhalb der Branche herrscht nach Angaben eines leitenden Mitarbeiters weiterhin Unsicherheit, da unklar sei, wie die neue Vorauszahlung in Bezug auf zuvor erfolgte Exporte zu beurteilen ist.

Marktanalysten verweisen auf die Volatilität der Kobaltpreise, die sich inzwischen deutlich von dem Niveau erholt haben, das nach Einführung des Exportverbots erreicht worden war. Die Preise liegen derzeit über den Werten des Sommers und zeigen eine steigende Tendenz. Weitere Unsicherheiten in der Lieferkette könnten sich jedoch auf die Nachfrage nach Batterien auswirken. Parallel dazu intensiviert das Land seine Reformbemühungen, darunter die Einführung rückverfolgbarer handwerklich geförderter Kobaltmengen sowie neue Partnerschaften zur Vermarktung strategischer Mineralien.

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