Kongo plant Exportquoten für Kobalt
Zusammenarbeit mit Indonesien soll Angebot regulieren und Preise stabilisieren

Die Demokratische Republik Kongo plant die Einführung von Exportquoten für Kobalt, nachdem das Land vier Monate lang ein Exportverbot verhängt hatte. Zudem soll eine Partnerschaft mit Indonesien geschlossen werden, um das globale Angebot und die Preisgestaltung für das Metall zu regulieren. Dies gab die kongolesische Premierministerin Judith Suminwa Tuluka während einer Kabinettssitzung bekannt.
Die neuen Exportquoten sollen in zwei Stufen umgesetzt werden. Zum einen betreffen sie den Export von Kobalt, zum anderen die lokale Verarbeitung des Minerals. Ziel ist es, das weltweite Überangebot an Kobalt einzudämmen. Bereits im Februar war berichtet worden, dass die Demokratische Republik Kongo, der weltweit führende Produzent von Kobalt, Exportquoten in Erwägung ziehe, nachdem das Exportverbot eingeführt worden war.
Kobalt ist ein wesentliches Element für Batterien, die in Elektrofahrzeugen und Mobiltelefonen verwendet werden. Aufgrund der schwachen Nachfrage aus der Automobilbranche und der gestiegenen Kupferproduktion, bei der Kobalt als Nebenprodukt anfällt, sind die Preise für das Metall auf ein historisch niedriges Niveau gefallen. Vor diesem Hintergrund erklärte Premierministerin Suminwa Tuluka, dass die Zusammenarbeit mit Indonesien helfen solle, die Versorgung und Preisentwicklung auf dem Weltmarkt besser zu steuern.
Erste Gespräche zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Indonesien hatten bereits vor der Einführung der Exportbeschränkungen in Kongo stattgefunden. Eine kongolesische Delegation hatte dazu Jakarta besucht. Ein hochrangiger Beamter des indonesischen Ministeriums für Energie und mineralische Ressourcen, Dadan Kusdiana, bestätigte, dass bei diesen Treffen Strategien zur globalen Kobaltversorgungspolitik sowie potenzielle Kooperationsmöglichkeiten erörtert worden seien.
Dadan erklärte zudem, dass Kobalt von einer geplanten Erhöhung der Produktionsabgaben in Indonesien betroffen sein werde. Für Kobaltanteile in Nickelmatte sei eine Lizenzgebühr von zwei Prozent vorgesehen. Kobalt fällt in Indonesien als Nebenprodukt der Nickelproduktion an, wobei der Kobaltgehalt typischerweise zwischen einem und zwei Prozent liege.
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Zur AktienanalyseDie Maßnahmen der Demokratischen Republik Kongo und die geplante Kooperation mit Indonesien könnten erhebliche Auswirkungen auf den globalen Kobaltmarkt haben. Beide Länder gehören zu den wichtigsten Produzenten des Metalls, das für die Herstellung moderner Technologien unerlässlich ist.


