Kommunale Klinikärzte demonstrieren für höhere Löhne
Bundesweiter Warnstreik für bessere Arbeitsbedingungen in kommunalen Kliniken

Tausende kommunale Klinikärzte in Deutschland sind am 9. Mai in den Warnstreik getreten, um für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen zu demonstrieren. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hatte zu den Streiks aufgerufen, da in den bisherigen vier Verhandlungsrunden mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) keine Einigung erzielt werden konnte. Der Marburger Bund fordert eine einheitliche Erhöhung der Gehälter um 2,5 Prozent sowie einen Inflationsausgleich rückwirkend zum 1. Januar 2023 für die rund 55.000 betroffenen Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Kliniken.
Zu den Streiks versammelten sich laut Ärztegewerkschaft mehrere Tausend Ärzte aus zahlreichen Bundesländern. In Frankfurt am Main kamen etwa 5000 Medizinerinnen und Mediziner bei der zentralen Streikkundgebung zusammen. In anderen Bundesländern, darunter Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, folgten jeweils mehr als 1000 Ärzte dem Streikaufruf.
Die VKA kritisierte den Streik bereits im Vorfeld als "völlig grundlos" und "unverhältnismäßig". Um die medizinische Versorgung sicherzustellen, wurden im Vorfeld Vereinbarungen für Notdienste mit den Krankenhäusern getroffen. In Hamburg wurden zudem nicht dringliche Operationen verschoben.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDie Ärzte unterstrichen ihre Forderungen nach höheren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen auf Kundgebungen mit Plakaten wie "Kompetenz gibt es nicht zum Nulltarif". Der Marburger Bund erhöht mit den Streiks den Druck auf die Arbeitgeber, um eine schnelle Einigung in dem Tarifstreit zu erreichen. Am 22. Mai sollen der Marburger Bund und die VKA zur fünften Verhandlungsrunde zusammenkommen.


