ANZEIGE

Kohlepreise glühen: Steigt Strompreis weiter?

Steigende Nachfrage und Ukraine-Krieg bei gleichbleibend niedrigen Lagerbeständen

•• 3 Min
Kohlepreise glühen: Steigt Strompreis weiter?

Erdgas ist nicht der einzige Brennstoff, der in diesem Jahr in den Kraftwerken brennt. Die Preise für Kraftwerkskohle sind von den Appalachen bis nach Australien in die Höhe geschnellt, so dass in diesem Sommer ein weiterer Anstieg der Produktionskosten und Stromrechnungen droht.

Die Terminkontrakte für Kohle, die nach Nordwesteuropa geliefert wird, sind in diesem Jahr bisher um 137 % gestiegen und lagen am Mittwoch bei 323,50 $ pro Tonne. Der Benchmark-Preis für den pazifischen Raum, der in einer australischen Exportanlage festgelegt wird, ist in diesem Jahr um mehr als 140 % gestiegen. Die Barpreise in den zentralen Appalachen sind im Jahr 2022 um 40 % gestiegen - und haben sich im letzten Jahr mehr als verdoppelt - und erreichten letzte Woche mit 129,65 $ je kurze Tonne den höchsten jemals verzeichneten Preis.

Die Stromnachfrage hat sich von der Pandemie erholt und die Zuwächse vorangetrieben, ebenso wie Russlands Krieg in der Ukraine, der die europäischen Stromerzeuger dazu veranlasste, sich mit Blick auf das im August in Kraft tretende Verbot von Kohleexporten aus Russland einzudecken.

In der Zwischenzeit sind die Investitionen in den Bergbau zurückgegangen, da man davon ausging, dass die Kohle weiterhin Marktanteile an erneuerbare Energien wie Windkraftanlagen und saubereres Erdgas verlieren würde.

Dies hat zu niedrigen Lagerbeständen geführt.

In den USA erreichten die Kohlevorräte in den Kraftwerken im September den niedrigsten Stand seit den 1970er Jahren und wurden durch die starke Nachfrage weiter abgebaut. Nach den jüngsten Daten der Energy Information Administration lagen die Kohlevorräte in den Kraftwerken im März um 44 % unter dem 13-Jahres-Durchschnitt.

"Nicht nur der heimische Markt sucht nach Kohle für die Stromerzeugung, sondern auch die internationalen Märkte", sagte Andy Blumenfeld, Data Analytics Director bei McCloskey by OPIS. Der Preisberechnungsdienst gehört zu Dow Jones & Co. der News Corp, die auch das Wall Street Journal herausgibt.

Obwohl für dieses Jahr ein Anstieg der Kohleproduktion im Vergleich zum Vorjahr erwartet wird, haben die Versorgungsunternehmen angesichts der Überlastung der Bahnhöfe und Häfen Schwierigkeiten, den Brennstoff zu finden. Die Finanzierung der spekulativen Kohleproduktion ist in den letzten Jahren ausgetrocknet. Die Bergleute verkaufen den Großteil ihrer Produktion im Voraus.

"Viele Bergbauunternehmen stehen kurz davor, wenn sie es nicht schon sind, für dieses Jahr ausverkauft zu sein", sagte Blumenfeld.

Normalerweise besteht die Lösung für hohe Kohlepreise darin, auf die Verbrennung von Erdgas umzusteigen, das der wichtigste Brennstoff für die Stromerzeugung ist. Doch die Gaspreise sind seit der Pandemie aus ähnlichen Gründen wie bei der Kohle in die Höhe geschnellt. Die US-Erdgas-Terminkontrakte sind in diesem Jahr bisher um 127 % gestiegen und wurden auf dem höchsten Stand seit 2008 gehandelt.

Die hohen Preise sowohl für Kohle als auch für Erdgas haben dazu geführt, dass die Stromerzeuger nicht mehr auf andere Brennstoffe umsteigen müssen und die Märkte im Stromgeschäft ziemlich unelastisch sind, so Sheetal Nasta, Analystin bei RBN Energy.

"Solange der Gasmarkt angespannt bleibt und Kohle nicht zur Verfügung steht, um die zusätzliche Stromnachfrage zu decken, gibt es keine Grenze, wie hoch die Preise für beide Energieträger steigen können", sagt sie.

Die Nachfrage nach Kohle wird auch durch die langsamer als erwartet verlaufende Entwicklung der Anlagen für erneuerbare Energien angekurbelt. Der US-Energiesektor hat seit 2010 etwa ein Drittel seiner Kohlekraftwerkskapazitäten stillgelegt, und weitere 6 % sollen dieses Jahr vom Netz gehen. Einige dieser Stilllegungen werden jedoch neu geplant.

Der Energieversorger NiSource Inc. teilte im vergangenen Monat mit, dass er die Stilllegung von zwei Kohlekraftwerken in einem Kraftwerk in Indiana, die bis Ende nächsten Jahres abgeschaltet und durch Solaranlagen ersetzt werden sollten, bis Ende 2025 verschieben werde. NiSource sagte, es werde weiterhin Kohle verbrennen, während es die Verzögerungen beim Bau des Solarkraftwerks abwartet, die es auf eine Untersuchung des Handelsministeriums zurückführt, in der untersucht wird, ob chinesische Solarproduzenten die Zölle illegal umgehen, indem sie ihre Aktivitäten über andere Länder leiten.

In New Mexico kündigte das öffentliche Versorgungsunternehmen PNM an, mit der Abschaltung eines seiner Kohlekraftwerke bis zum 30. September zu warten, statt wie geplant noch in diesem Monat, um die Stromnachfrage in einem voraussichtlich erneut heißen Sommer decken zu können.

PNM gab auch der langsamen Entwicklung der Solarenergie die Schuld und sagte, dass die Verfügbarkeit des Kohlekraftwerks während des Sommers "eine ansonsten unvermeidliche Energieknappheit" abwenden würde.

KohleEnergiepreiseStromEuropa

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.