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Knight-Swift Aktie fällt nach Ankündigung milliardenschwerer Wandelanleihe

Der US-Transportkonzern Knight-Swift plant eine Wandelanleihe über 1,0 Milliarden Dollar – die Aktie reagiert vorbörslich mit deutlichen Verlusten.

Knight-Swift Aktie fällt nach Ankündigung milliardenschwerer Wandelanleihe

Die Aktie von Knight-Swift Transportation Holdings (NYSE: KNX) geriet am Dienstag unter Druck. Im vorbörslichen Handel verlor das Papier des US-amerikanischen Transportunternehmens rund 3,5 Prozent, nachdem die Gesellschaft die Emission einer vorrangigen Wandelanleihe im Volumen von 1,0 Milliarde US-Dollar angekündigt hatte.

Die Schuldverschreibungen sollen im Rahmen einer Privatplatzierung ausschließlich an qualifizierte institutionelle Käufer ausgegeben werden und haben eine Laufzeit bis 2031. Zusätzlich räumte Knight-Swift den Erstkäufern eine Option ein, innerhalb von 13 Tagen nach der Emission weitere Anleihen im Wert von bis zu 150 Millionen US-Dollar zu erwerben. Bei den Papieren handelt es sich um allgemeine, vorrangige und unbesicherte Verbindlichkeiten, die halbjährlich verzinst werden.

Verwendung des Emissionserlöses

Knight-Swift hat konkrete Pläne für die Verwendung des Nettoerlöses aus der Anleiheemission bekanntgegeben. Ein Teil der Mittel soll für sogenannte Capped-Call-Transaktionen eingesetzt werden, die eine potenzielle Verwässerung der Stammaktien bei einer späteren Wandlung der Anleihen begrenzen sollen. Darüber hinaus plant das Unternehmen, den gesamten ausstehenden Betrag von 300 Millionen US-Dollar aus einem bis 2027 laufenden befristeten Darlehen vollständig zurückzuzahlen.

Zusätzlich sollen 400 Millionen US-Dollar der noch ausstehenden 700 Millionen US-Dollar eines bis 2030 laufenden befristeten Darlehens getilgt werden. Verbleibende Erlöse sind für die teilweise Rückzahlung einer revolvierenden Kreditlinie vorgesehen. Die Maßnahme zielt damit insgesamt auf eine spürbare Entlastung der Bilanz des Unternehmens ab.

Wandlungsmechanismus und Verwässerungsschutz

Im Falle einer Wandlung der Anleihen verpflichtet sich Knight-Swift, Barmittel bis zur Höhe des Gesamtnennbetrags zu zahlen. Für einen etwaigen darüber hinausgehenden Betrag kann das Unternehmen nach eigener Wahl Barmittel, Stammaktien oder eine Kombination aus beidem leisten. Dieser Mechanismus ist bei Wandelanleihen in den USA gängige Praxis und soll die Flexibilität des Emittenten wahren.

Um die potenzielle Verwässerung der bestehenden Aktionäre zu begrenzen, plant Knight-Swift den Abschluss privat ausgehandelter Capped-Call-Transaktionen mit den Erstkäufern oder deren verbundenen Unternehmen sowie weiteren Finanzinstituten. Diese Absicherungsgeschäfte sollen Barzahlungen, die über den Nennbetrag der gewandelten Anleihen hinausgehen, bis zu einer definierten Obergrenze kompensieren.

Das Unternehmen wies in seiner Mitteilung ausdrücklich darauf hin, dass die Options-Gegenparteien im Zuge ihrer ersten Absicherungsgeschäfte gleichzeitig mit oder kurz nach der Preisfestsetzung der Anleihen Stammaktien von Knight-Swift erwerben oder Derivatgeschäfte abschließen könnten. Dieser Umstand könnte den Marktpreis der Aktie beeinflussen – was den vorbörslichen Kursrückgang zumindest teilweise erklären dürfte.

Regulatorischer Hinweis

Die emittierten Anleihen sowie die im Falle einer Wandlung ausgegebenen Aktien wurden nicht nach dem US-amerikanischen Securities Act von 1933 registriert. Sie dürfen in den Vereinigten Staaten daher weder ohne eine entsprechende Registrierung noch ohne eine gültige Ausnahmeregelung öffentlich angeboten oder verkauft werden. Die Transaktion richtet sich damit ausschließlich an institutionelle Investoren im Rahmen einer Privatplatzierung.

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