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KNDS meldet starkes Auftragswachstum durch Aufrüstung

Panzerbauer plant Personalaufbau und prüft möglichen Börsengang noch in diesem Jahr

KNDS meldet starkes Auftragswachstum durch Aufrüstung

Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS verzeichnet einen deutlichen Anstieg seiner Aufträge. Im vergangenen Jahr wuchs der Auftragseingang um 40 Prozent und erreichte damit 11,2 Milliarden Euro. Das Unternehmen, das aus der Fusion von Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und dem französischen Hersteller Nexter hervorgegangen ist, profitiert von der derzeitigen Aufrüstung in Europa. Ende 2024 belief sich der gesamte Auftragsbestand auf 23,5 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

KNDS, bekannt für die Produktion der Kampfpanzer „Leopard 2“ und „Leclerc“, erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor hatte der Umsatz noch bei 3,3 Milliarden Euro gelegen. Angaben zum konkreten Gewinn machte das Unternehmen nicht. In der Mitteilung hieß es lediglich, das Ergebnis habe sich verbessert und sei im Rahmen der Erwartungen der Branche zufriedenstellend ausgefallen.

Der Konzern baute im Jahr 2024 seine Belegschaft deutlich aus. Rund 1000 neue Mitarbeiter wurden eingestellt, womit die Gesamtzahl der Beschäftigten erstmals die Marke von 10.000 überstieg. Im Laufe des Jahres 2025 plant KNDS, die Mitarbeiterzahl weiter zu erhöhen und auf rund 11.000 Beschäftigte auszubauen.

KNDS wird seit einiger Zeit als potenzieller Kandidat für einen Börsengang gehandelt. Nach Informationen von Insidern könnte dieser Schritt noch im laufenden Jahr vollzogen werden. Der Konzern ist im Besitz der KMW-Eigentümerfamilie Wegmann und des französischen Staates. Der offizielle Firmensitz befindet sich, ähnlich wie beim Luft- und Raumfahrtunternehmen Airbus, in den Niederlanden.

Im Herbst hatte der damalige Vorstandsvorsitzende Frank Haun den möglichen Börsenwert des Unternehmens auf eine Spanne von sieben bis neun Milliarden Euro geschätzt. Darüber hinaus hält KNDS inzwischen eine Beteiligung von 25,1 Prozent am Augsburger Unternehmen Renk, einem wichtigen Zulieferer von Panzergetrieben. Diese Beteiligung unterstreicht die strategische Bedeutung von Renk für die Lieferkette von KNDS.

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