Klarna durchbricht Milliarden-Marke: Schwedisches Fintech wächst rasant in USA
Der schwedische Zahlungsdienstleister steigert Quartalsumsatz um 38 Prozent und gewinnt Millionen neue Bankkunden.

Der schwedische "Buy now, pay later"-Anbieter Klarna hat im vierten Quartal 2024 erstmals die Umsatzmarke von einer Milliarde Dollar überschritten. Mit Erlösen von 1,08 Milliarden Dollar übertraf das Fintech-Unternehmen die Analystenerwartungen von 1,07 Milliarden Dollar leicht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Wachstum von 38 Prozent.
Die Zahl der Nutzer von Klarnas Bankdienstleistungen hat sich auf 15,8 Millionen verdoppelt. "Es zeigt, dass wir wirklich das erreichen können, was wir uns vorgenommen haben: erst ein globales Zahlungsnetzwerk aufzubauen und dann eine echte Bankbeziehung zu schaffen", erklärte CEO Sebastian Siemiatkowski gegenüber Reuters.
Besonders stark entwickelte sich das Geschäft in den USA, dem größten Markt des Unternehmens. Dort stieg der Umsatz um 58 Prozent, während das Bruttowarenvolumen (GMV) um 43 Prozent zulegte. Insgesamt erreichte das GMV konzernweit 38,7 Milliarden Dollar, ein Plus von 32 Prozent.
Künstliche Intelligenz senkt Kosten
Klarna setzt konsequent auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in allen Unternehmensbereichen. Dies ermöglichte es dem Fintech-Anbieter, die Belegschaft trotz schneller Expansion zu verkleinern. Einen Teil der eingesparten Kosten investierte das Unternehmen in höhere Gehälter für die verbleibenden Mitarbeiter.
Die durchschnittliche Mitarbeitervergütung ist seit 2022 um 60 Prozent gestiegen. "Immer mehr der Arbeitsplätze bei Klarna, die auch in einer KI-gesteuerten Welt Bestand haben werden, werden sich um menschliche Beziehungen drehen", sagte Siemiatkowski. Ein wachsender Anteil der Beschäftigten werde künftig die Kunden direkt unterstützen.
Börsengang in New York
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Zur AktienanalyseKlarna ging im September 2024 in New York an die Börse. Den vollständigen Ergebnisbericht für das vierte Quartal will das Unternehmen am 26. Februar veröffentlichen. Im dritten Quartal hatte Klarna noch einen Nettoverlust von 95 Millionen Dollar ausgewiesen.
Die starken Quartalszahlen zeigen, dass sich die Strategie des schwedischen Fintechs auszahlt. Mit der Kombination aus Zahlungsdienstleistungen und Bankprodukten positioniert sich Klarna als umfassender Finanzdienstleister für die digitale Generation.


