Klarna bereitet sich auf den Börsengang vor
Blackrock bewertet das Fintech auf 14,5 Milliarden Dollar und prognostiziert weiteres Wachstum

Klarna, das schwedische Fintech, steht kurz vor seinem Börsengang und hat dabei eine bedeutende Neubewertung erfahren. Blackrock, der weltweit größte Vermögensverwalter, hat die Bewertung des Unternehmens auf 14,5 Milliarden Dollar angehoben, was mehr als dem Doppelten der vorherigen Schätzung entspricht. Klarna-Chef Sebastian Siemiatkowski äußerte, dass diese Neubewertung auf eine positive Entwicklung des Geschäfts hinweist. Im Vergleich zu dem börsennotierten US-Konkurrenten Affirm, der derzeit mit knapp 13 Milliarden Dollar bewertet wird, hat Klarna an Wert gewonnen. Dennoch bleibt der Abstand zu PayPal, das mit etwa 80 Milliarden Dollar bewertet wird, erheblich.
Klarna ist besonders für seine „Buy now, pay later“-Bezahlmethode bekannt, bietet jedoch auch in Deutschland ein Girokonto an. Die Firma, die einst das teuerste nicht börsennotierte europäische Start-up war, hatte während der Coronapandemie eine Bewertung von fast 46 Milliarden Dollar erreicht. Infolge der Zinswende und der Rückgänge im Technologiesektor fiel diese Bewertung jedoch auf etwa sieben Milliarden Dollar. Die positive Neubewertung von Blackrock zeigt, dass Klarna auf einem erholenden Kurs ist, was Siemiatkowski betont: „Blackrock ist sehr konservativ. Sie würden keine Neubewertung vornehmen, wenn sie nicht von uns überzeugt wären.“
Der bevorstehende Börsengang, der in den nächsten zwölf Monaten geplant ist, könnte die Bewertung von Klarna laut Analysten auf bis zu 20 Milliarden Dollar anheben. Siemiatkowski hat klare Ziele für das Unternehmen, das im Privatkundengeschäft mit großen Banken wie der Deutschen Bank oder Revolut konkurrieren möchte. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Klarna in der Vergangenheit stark in das Wachstum investiert, was zu einem Anstieg der Mitarbeiterzahl geführt hat. In letzter Zeit wurde jedoch eine Stellenreduzierung angekündigt, die auf eine stabilere Geschäftsentwicklung abzielt.
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Zur AktienanalyseDie aktuelle Strategie von Klarna umfasst auch den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz, um die Effizienz zu steigern. Dadurch wurden die Marketing- und Vertriebskosten gesenkt, und der Kundenservice wird zunehmend durch Chatbots unterstützt. Von Januar bis Juni dieses Jahres wuchsen die Einnahmen um 27 Prozent, und das Unternehmen näherte sich der Gewinnschwelle. Für das Gesamtjahr strebt Siemiatkowski an, profitabel zu werden und sieht Klarna auf dem richtigen Weg, um dieses Ziel zu erreichen. Zudem plant Klarna die Einführung neuer Produkte, darunter die Erweiterung des in Deutschland entwickelten Girokontos in weitere europäische Länder und die USA.


